The Jaws are back. Und wie! Gutes Actionkino mit Starbesetzung. Allerfeinster Mainstreamhorror!
Story:
Ein paar Wissenschaftler extrahieren aus den Hirnen von Haien ein Anti-Alzheimer-Serum. Doch das Projekt dauert schon etwas zu lange. So macht der reiche Geldgeber ( Samuel L. Jackson) sich auf, um das ganze mal zu begutachten. Das Labor ist auf einer ehemaligen U Boot Basis mitten auf dem Ozean. Da aber die Wissenschaftler ein wenig rumexperimentiert haben und ein paar Gene veränderten, sind die Haie nun intelligent wie Einstein und suchen sich erstmal einen Weg ins Freie. Fluchs werden also die Wissenschaftler mit Crew in die Ecke getrieben, damit die Station unter Wasser gesetzt werden kann. Gesagt getan, Basis säuft langsam ab. Zwar gelingt es, den einen oder anderen Hai platt zu machen, aber einer ist nun dabei, sich durch die Absperrungen zu knabbern. Aber man hat ja noch ein paar Leuchtgranaten. Schnell wird Sprengstoff gebastelt und das Ergebnis ist Sushi.
Naja, mit Originalität a la Genmanipulation, Gruppe wird dezimiert, der Schwarze überlebt etc. kann die Story nicht aufwarten. Man nimmt sich im Grunde ein aktuelles Monsterthema (Genmanipulation ist gerade in Mode) klaut bei Jaws 1 bis 4, packt einen Schwarzen und eine schöne Tusse + Hollywoodstar dazu, rührt alles um und fertig ist das Mainstreamfilmchen.
Musik:
Year, LL Cool J's OST rockt am Ende ganz derb, der Rest ist zum größten Teil normale Musikkost die man aus anderen Actionfilmen irgendwie zu kennen glaubt. Einfach nur routiniert, bis auf das recht auffällige Musikstück, daß man z.B. bei der Hubschrauberaction am Anfang sieht.
Atmosphäre:
Naja, also richtig Angst bekommt man eigentlich nicht. Bedrückend ist der Film auch nicht. Dazu fehlen mir die Kamerafahrten wie beim weissen Hai, wenn man z.B. nur Füße im Wasser baumeln sieht. Wurde nur einmal kurz angerissen, als die Wissenschaftlerin ins Labor zurück wollte. Ansonsten ist eher reine Popcornaction angesagt, die mit lustigen Sprüchen von LL Cool J aufgewertet wird. Die Actionszenen sind allerdings recht gut gemacht. War von Harlin aber auch nicht anders zu erwarten. Leute mit schwachen Nerven erschrecken sich vielleicht dennoch hier und da mal.
Schauspieler:
Saffron Burrows markiert ganz gut die dumme F****, die mit Genen rumspielen musste und opfert sich ja dann auch ganz tollkühn. Teilweise wirkt sie mir etwas zu von sich selbst überzeugt. Aber vielleicht sollte der Charakter auch so sein.
Schön anzusehen ist sie aber, auch wenn wie bei Wing Commander hier und da mal ein wenig mehr Mimik angesagt gewesen wäre.
Samuel L. Jackson ist der coole Milliardär und Geldgeber. Wundert mich, wieso er in so einem Mainstreamactioner mitspielt. Eigentlich nicht sein Genre. Geld scheint wohl gestimmt zu haben. Routiniert, aber bei weitem nicht so super wie z.B. in Pulp Fiction, Shaft oder Verhandlungssache. Die Rolle passt irgendwie nicht zu ihm und man merkt, daß er sich nicht so in sie hineinversetzen konnte.
LL Cool J macht das Gleiche wie schon in Halloween H20. Coole Schwarze scheinen ja in Hollywood im Augenblick in Mode zu sein, so daß jeder Action- und Mainstreamhorrorfilm einen braucht, der hier und da lustige Sprüche klopft. Naja zumindest ist er etwas tolpatschig, aber immer für einen Lacher unter den Zuschauern gut. Er wertet den Film noch etwas auf. Ich glaube zwar nicht, daß er über solche Rollen hinauskommen wird aber er ist ja auch kein geborener Schauspieler. Jedoch macht er seine Sache besser als so manch andere Musiker, die versucht haben, Schauspieler zu werden.
Den Rest der Crew kennt man zwar irgendwie, kann man aber auch irgendwie nicht einordnen. Allerweltsnebendarsteller aus Hollywood, die ihre Rolle runterspulen. Durchschnitt.
Fazit:
Cooler klischeebeladener Mainstreamactioner, der ein wenig aus dem Monsterallerlei herausragen kann. Für einen Filmabend immer gut.