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Endlich! Der Neue von Troma. Und er hat es geschafft, in Osteuropa auf Festivals gezeigt zu werden. Letzte Streiche mit extromalen Ausmassen liegen schon 8 Jahre zurück, aber Citizen Toxie und Terror Firmer waren Werke reiner Exzellenz, da schlägt der Oszillograph noch heute zurecht auf genialem Scheissefaktor mit debilem Drecksfotzvektor auf Colaniniveau aus. Und das Beste: Das neue Referenzwerk ist da!

You got served! Handlung ist folgendermassen: KFC-Verschnitt baut neues Restaurant auf Indianerfriedhof, Lesben haben keine Titten, Titten sind wichtig für Hypnose von mutierten Huhn-Untoten und Huhn-Untote kommen back to life, wenn KFC-Colonel Sanders hier als General Lee Roy seinen Fried-Chicken-Holocaust selbst besucht - und einen demonstrierenden Haufen "Politisch-Aktiver" vor den Toren seines neueröffneten Chickenrestaurants in den Arsch tritt. Nein! Es ist die Geschichte von Arbie, der seine Fickfreundin durch das College an eine Lecklesbe verlor, die beide vor'm Imbiss mit 150 Anderen gegen die Vergewaltigung des nativen Bodens demonstrieren. Arbie wird seine Rache haben...Schischkebab!

Toll, eine Stephen King Basis für Sozialkritik im Tromauniversum? Do not want! Grandios wie nervend die Gags in den ersten 30 Minuten und 90% hier noch Musicaleinlagen den Ton angeben: Man merkt - das darf als bodenlose Güteklasse unterstellt werden - dass Trey Parker die Songs gefuchselt hat. Unzählige Referenzen werden im Sekundentakt noch folgen, auf's Troma-Universum und alles popkulturell Relevante, das so dumm ist, dass darauf zurecht referiert wird.
Nach den brillianten Singeinlagen im ersten Drittel und zeitgeistlicher Raffinesse und simples Ad-Hoc-Gespür für politisches Feinzwirn wird der Putzlappen nicht mehr ausgepackt. Es gibt besten Splatter seit überhaupt. Und im Troma-Universum werden Christen und Muslime nicht ausgespart. Hey, und wo bleiben die Juden? Kaufman bringt's (beste Rolle seit Anbeginn der Tromazeit) und thematisiert "grundlegend" den Verlust und soziale Entfremdung der nativen Amerikaner. Bei alledem ist gesellschaftliche Satire immer da, man merkt die Bezüge wunderbar ob ihrer direkten Präsentation, nicht subtil aber mehr als nur im Text versteckt. Ernsthaft!? "Poultrygeist" bietet die besten Gags, die bisher aus dem faszinierend-inkohärenten Slapckstick der Tromaner kamen. Da spielen auch die, für Troma-Verhältnisse wirklich ordentlichen Akteure auf. Und in Vollendung darf man - auch dem Honk mit dem ausgepackten Pullermann zu Beginn - dem Gros gross-artige Leistungen auf den Poppes kritzeln. Männer und Jungs, es gibt nicht nur wieder Hupen, sondern es gibt superben Splädda! Krassesten Gore, wie wir Schmocks ihn verlangen - und Könich Löloyd überbietet. By the power of the holy alcohol.

Bester Troma, bestes Outfit; best stick in the sack, best lesbian-without-tits, best soundEFX, best served suffered chicken-wings, best effects ever. Die fuckers, dead chickens don't say no!

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