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„Operation Amsterdam“ ist einer der vielen Agententhriller, die sich den II. Weltkrieg als Schauplatz aussuchen. Hier wird allerdings die eher unspektakuläre Besetzung Hollands durch die Deutschen als Rahmen genutzt.Die Story spielt an einem der letzten Tage des freien Hollands im Mai 1940.Die Deutschen gehen bereits gegen holländische Stellungen vor und die totale Besetzung ist nur noch eine Frage von Stunden.Im englischen Kriegsministerium ist man sich der Gefahr bewusst, es gibt allerdings auch noch einen Nebenbereich, der erhebliche Sorgen bereitet. In Amsterdam lagern große Mengen von Industriediamanten, diese sind nicht nur sehr wertvoll und somit für die geplagten Kriegskassen von Bedeutung, sondern haben auch eine Verwendung in der Rüstungsindustrie für die Herstellung von Flugzeugen und Panzern.Somit sollen diese auf keinen Fall den Deutschen in die Hände fallen.Der englischer Offizier Dillon (Tony Britton) und die zwei Holländer Walter Keyser (Alexander Knox) und Jan Smit (Peter Finch) werden nach Amsterdam geschickt, um die Diamanten nach England zu bringen.Dort angekommen versuchen die Drei mit Hilfe des Vater von Smit die Diamantenlobby zur Abgabe ihrer Diamanten zu bewegen. Unterstützung bekommen Sie von der Holländerin Anna (Eva Bartok), welche für das holländische Kriegministerium arbeitet.Doch es gibt erhebliche Probleme. Ein Großteil der Diamanten ist in einer Bank verschlossen, welche auch nicht mehr schnell genug öffnet und deutsche Spezialeinheiten operieren bereits verdeckt in Amsterdam, um ihre Aktion zu verhindern. Zusätzlich hat Keyser noch einen Spezialauftrag, der nur mit der Hilfe des holländischen Widerstands zu bewältigen ist. Und die deutsche Armee kommt Amsterdam immer näher.Die Zutaten des Filmes sind für das Genre klassisch und wurden von Michael McCarthy gekonnt in Szene gesetzt (anzumerken ist hier noch, dass es sich um McCarthys letzte Regiearbeit handelt. Er verstarb noch vor der Erstaufführung des Filmes im Alter von 57 Jahren). Hierbei erwarten einen keine großen Überraschungen und der Verlauf ist wie ja durchaus für  diese Filme typisch sehr vorhersehbar, trotzdem ist der Ablauf sehr flüssig und in großen Teilen auch schlüssig gestaltet.Für Genrefans ist dieser Beitrag durchaus zu empfehlen, auch wenn man kein Meisterwerk erwarten darf.Für entspannte Unterhaltung aber uneingeschränkt zu empfehlen.Ein kurzes Wort zu der deutschen Amco DVD. Es ist anzumerken, dass das Bild stellenweise fehlerhaft ist und es zu kleinem Stocken im Ablauf kommt. Der Bildformatwechsel nach dem Vorspann ist weniger tragisch, wobei eine Fortführung des 1.66:1 natürlich wünschenswert gewesen wäre.Der Monoton ist unspektakulär, was bei einem Film des Alters nicht weiter verwunderlich ist, aber auch nicht wirklich stört.Da auch keine Extras auf der DVD zu finden sind, ist diese also als unterdurchschnittlich zu bezeichnen, was bei Amco allerdings auch nicht verwundert. Leider aktuell die einzig verfügbare deutsche DVD.

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