Die guten alten 90er Jahre!
"Showdown in Little Tokyo" gehört definitiv zu den wenigen Filmen mit Dolph Lundgren, die mir wirklich gut gefallen. Dieser Schauspieler wirkt auf mich immer so hölzern und manchmal auch irgendwie fehl am Platze.
Okay, Steven Seagal und Jean-Claude Van Damme sind jetzt auch nicht unbedingt die dialoglastigsten und charakteristischsten Schauspieler, jedoch haben mir diese bislang in den meisten ihrer Filme voll und ganz zugesagt. Mit ihren Filmen und der Action wussten sie mich schon immer zu faszinieren, und außerdem haben sie eine ganz andere Art und Weise, welche mir einfach besser gefällt als bei Lundgren, ihre Rollen zu verkörpern. Nun gut, kommen wir endlich zu "Showdown in Little Tokyo":
Die Story ist natürlich nichts Besonderes - was sollte man auch großartig erwarten - aber positiv anzumerken wäre, dass Handlungen, die sich rund um Yakuza und Cops drehen, immer funktionieren. Solche Stories sind meistens kurzweilig und mit jeder Menge Action gespickt, so auch hier.
Dolph Lundgren und Brandon Lee verkörpern zwei L.A.-Cops, die drauf und dran sind, dem Kopf der Yakuza (Yoshida) das Handwerk zu legen. Chris Kenner (Dolph Lundgren) hat mit diesem auch noch eine persönliche Angelegenheit zu klären.
Das lässt auf einen wunderbaren Selbstjustiz-Streifen hoffen, und genau das bekommt man schließlich auch geboten!
Dolph Lundgren und Brandon Lee dürfen von Beginn an mächtig aufräumen, ohne zwischendurch großartige Pausen einlegen zu müssen. Dadurch wird das Geschehen so kurzweilig und sehr unterhaltsam. Leider gibt es da auch einen kleinen Haken, der negativ anzumerken ist: Ich persönlich bin der Meinung, dass der Film trotz seiner Kurzweiligkeit eine kleine Ecke mehr Laufzeit hätte vertragen können. Denn zeitweise hat man doch das Gefühl, dass das Ganze ein wenig zu schnell geht: Hier mal eine Schießerei, da mal eine Schlägerei, dann einen Hauch Erotik (passt nur bedingt in den Plot) und schon geht's auf zum Showdown, welcher ein wenig enttäuschend ausfällt. Ich denke, das alles hätte man ausbauen müssen, denn dann wäre definitiv mehr drin gewesen.
Dennoch bleibt am Ende ein großes Filmvergnügen, in dem die zwei Hauptakteure ihre Muskeln und eine ganze Menge Waffengewalt spielen lassen dürfen! Jeder Actionfan wird an diesem spritzigen Machwerk seine wahre Freude haben - garantiert!
8/10