Review

Der Film erzählt das Leben von Dieter Bohlen. Nachdem er auf einem ostfriesischen Bauernhof aufgewachsen ist, hat der junge Dieter nur ein Ziel: Er will ein bekannter Sänger werden und viel Geld auf die hohe Kante legen. Er gründet mit Thomas Anders die Band "Modern Talking" und wird weltbekannt. Nachdem seine Beziehung mit Naddel in die Brüche geht, verliebt er sich in Verona Feldbusch.

Es ist bekanntlich kein gutes Zeichen, wenn ein Film, der ursprünglich ins Kino kommen sollte nicht auf die Leinwand kommt und diverse Produzenten dies mit dämlichen Argumenten irgendwie zu begründen versuchen. Als dann vor der Premiere auf RTL noch nicht einmal die wichtigsten Vertreter der Presse den Film zu sehen bekamen, dachte wirklich jeder, der Film sei grottenschlecht. Doch so schlecht finde ich ihn nun wirklich nicht.

Die Story enthält, wenn auch stark übertrieben und überzeichnet die wichtigsten Stationen im Leben von Bohlen. Mit einer gewissen Eigen-Ironie präsentiert er, natürlich nicht ohne auch die anderen wichtigen Personen in seinem Leben durch den Kakao zu ziehen, die Ereignisse seines Lebens. Natürlich hat die Story überhaupt keine Tiefe und geht nicht einmal ansatzweise auf die Veränderung Bohlens über die Jahre ein. Alles in allem ist sie aber einigermaßen solide.

Der Film läuft schnell an und entwickelt sofort einen soliden Unterhaltungswert. Durch einige gute Gags kann er vor allem in der ersten Hälfte gut unterhalten und hält erst einmal, was er verspricht. In der zweiten Hälfte kippt der Film dann leider ein bisschen ab und verrennt sich in den, zunehmend schwächer und eintöniger werdenden Gags. Zum Ende hin sinkt der Unterhaltungswert leider ins bodenlose und deshalb ist es wohl auch gut so, dass der Film schon nach 86 Minuten beendet wird.

Der Humor besteht aus den lockeren und heftigen Sprüchen Bohlens, die man ja bereits zur Genüge aus diversen Fernsehsendungen kennt. Darüber hinaus wirft der Film einen äußerst sarkastischen Blick auf Bohlen selbst und auf die wichtigsten Personen in seinem Leben, also Anders, Naddel und Verona. Das beste ist jedoch, dass der Film auch das gesamte Show-Geschäft durch den Kakao zieht und vor allem in der ersten Hälfte beinahe zu einer Mediensatire wird.

Es gibt jedoch auch einige schlechte Punkte. So kann Bohlen es natürlich nicht lassen, die ganze Zeit über seine eigenen Songs ablaufen zu lassen. Die Musik, die ja eigentlich sowieso schon nervig genug ist, stört zum Ende hin immer mehr. Darüber hinaus sind die Gags alle relativ gleich und werden somit zum Ende hin langweilig. Die Figuren sehen stark übertrieben aus, sind aber wenigstens einigermaßen ordentlich animiert.

Fazit:
So schlecht, wie es jeder vor der Premiere vermutete, ist "Dieter -Der Film" nun wirklich nicht. Er kann vor allem anfangs durch Bohlens Eigen-Ironie und seinen Sarkasmus hervorragend unterhalten, rutscht aber in der zweiten Hälfte ab. Darüber hinaus nervt sein Soundtrack. Dennoch kann man den Film eigentlich als kurzweilige Unterhaltung weiter empfehlen.

Details
Ähnliche Filme