Review

Burt Gummer (Michael Gross) verdient sich mittlerweile als "Wurm"-Jäger sein Geld in verschiedenen Ländern. Als er mal wieder zu seiner alten Heimatstadt Prefection zurückkehrt, um dort einen Hochsicherheits-Bunker gegen Angriffe der Graboiden bauen zu lassen, muss er feststellen, dass zu seinen alten Bekannten sich ein neuer im Wüstenkaff breit gemacht hat: Schlitzohr Jack Sawyer (Shawn Christian), der getürkte Safaris für Touristen anbietet. Nach anfänglichen Querelen kommt es, wie es kommen muss: Die Graboiden sind zurück und verwandeln sich diesmal noch eine Stufe weiter -  In fliegende, gefräßige "Knallärsche".

6 Jahre später nach Teil 2 kam der dritte Teil raus, und ich finde die Serie immer noch kultig und sympathisch.

Nachdem Kevin "Wo ist nochmal die Gebrauchsanleitung für ´nen Hammer" Bacon nach Teil 1 abgesprungen ist, konnte sich Fred Ward auch nicht mehr für den dritten Teil begeistern, was man gerade bei ihm nicht verstehen kann. Anstatt hier nochmal die Sau rauszulassen spielte er lieber in drittklassigen Filmen Nebenrollen.
Aber OK, ganz ehrlich, mir ist dieser Charakter "Earl" eh nie so ganz ans Herz gewachsen, wäre eben nur "schön" gewesen wenn er zur Komplettierung dabei gewesen wäre.

Nur noch Waffen-Narr Burt Gummer (Michael Gross) ist vom erlesenen Cast übrig geblieben und auf ihn ist auch der Film gänzlich zugeschnitten. Natürlich ist es keine One-Man Show geworden, so ein Gewicht kann Michael Gross nicht allein tragen, er ist zwar Kult aber doch kein Jim Carrey. Man reaktivierte netterweise vier Charaktere aus dem ersten Teil zum Leben - Tony Genaro als bärtiger Mexikaner, Charlotte Stewart als Mrs. Sterngood mitsamt Ariana Richards als Tochter Mindy, die sich mittlerweile im Twen-Alter befindet und geile Titten bekommen hat (kannst ruhig mal bei mir vorbeikommen) und das männliche Balg Melvin (Bobby Jacoby) der hier wieder jedem auf die Nüsse gehen darf und, zugegebenerweise, unnötig wie ein Kropf wirkt.

Mit dem unbekannten Shawn Christian (Der Safari-Schwindler) stellte man für das Budget einen starken Part zu Burt dar, dass wenigstens noch etwas Buddy-Feeling aufkommt, und er macht seine Sache ordentlich. Als weitere Hauptrolle kommt Susan Chuang hinzu, die den Laden ihres verstorbenen Onkels weiterführt.

Nach der witzigen Anfangs-Sequenz (in der Burt geschätzte 50 Shriekers mit übelsten Waffen umsemmelt) geht´s erstmal gemächlich zur Sache. Der Wortwitz ist auch bei diesem Teil erhalten geblieben und somit kommt keine Langeweile auf.

Danach geht´s wie gewohnt zu Sache mit Überleben/Töten/Lernen. Frischen Wind ( und somit taktisches Umdenken der Crew) bringt das erneute Verwandeln der Graboiden in die dritte Stufe: Sie verwandeln sich in "fliegende Knallärsche" (so werden sie namentlich getauft). 

Bei "Tremors 3" nimmt man eigentlich gar nichts mehr ernst, was dann auch die FSK so gesehen hat (Horror ab 12). Burt wird sogar gefressen (was für kurze Zeit echt schockierend wirkt) um danach wieder aus einem Graboiden per Motor-Säge rausgeschnitten zu werden... Auch die Touristen sind ein Abziehblatt permanenter Dummheit.

Wenn ich was dem Film vorwerfen kann, ist, dass er nicht noch mehr aus Burt Gummer rausholt. Gerade im Bezug auf Waffen. So ein paar Wummen aus Predator hätten sich mit Sicherheit gut gemacht in "Tremors 3".

Ansonsten haben die Produzenten trotz leicht aufkommender Ermüdungserscheinungen alles richtig gemacht und wollten die Geschichte mit ihrem begrenzten Budget einfach nur unterhaltsam für den Zuschauer/die Fans fortsetzen.

Als Fan der Serie kann man auch "Tremors 3 - Die neue Brut" nix falsch machen, wenn man sich ihn mal reinpfeift. Nur viel Gesplattere (was eigentlich noch nie richtig in dieser Serie vorkam) sollte man nicht warten.

8/10

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