Als Seth sechs Jahre alt ist, stirbt seine Mutter bei einem Brand, den, zumindest in den Träumen des Jungen, sein Vater legte. Mittlerweile wirkt der 18-Jährige nicht gerade lebensbejahend, das Verhältnis zum Vater Will ist angespannt. Seine rebellierende Art und ungeklärte Mordfälle lassen seinen Vater sogar glauben, dass Seth ein Serienkiller ist. Immer mehr fügen sich die Details zusammen, sein Sohn scheint ein Doppellleben zu führen. Die Disposition mit dem Sohn aus reichem Hause, der seine totgeglaubte Mutter liebt und nach Problemen mit seinem Karrierevater auf die schiefe Bahn gerät, ist sicher nicht neu, Treat Williams als verzweifelter Vater und Linda Hamilton als seine Freundin Tina liefern zumindest solide Schauspielleistungen ab, mehr jedoch nicht. Ein kleiner Lichtblick in dieser uninteressanten Inszenierung ist der junge Jonathan Jackson als Seth, der stets zwielichtig bleibt. Der Frage, wer nun für sein Kindheitstrauma verantwortlich ist und wer die Morde in der Gegenwart begeht wird allerdings, und dies ist ein durchgehendes Manko, nur unspannend nachgegangen. Auch wenn das Finale noch leichte Psychopathenzüge annimmt, dieses Filmchen wirkt wie ein üblicher TV-Thriller ohne weitere Bedeutung, den man partout nicht gesehen haben muss. Lässt der Titel „Skeletons In The Closet“ und das reißerische Cover einen Horrortrasher vermuten, trifft es die bildliche Übersetzung „Leichen Im Keller“ wohl besser, tatsächlich zu sehen gibt es weder ein Skelett noch eine Leiche, geschweige denn einen Mord.
Fazit: Langweiliger Serienkiller-Thriller als Vater-Sohn-Drama mit vorhersehbarem Ausgang. 2/10 Punkten