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Undercover Agent Sonni Griffith reist alleine nach Bukarest, um einen Waffenhändler zu entlarven und den Verkauf einer Atomwaffe zu verhindern. Als der Gangster seine wahre Identität erfährt, landet Griffith im Gefängnis, wird jedoch durch Intervention der C.I.A. schnell wieder freigelassen und soll nun die attraktive Russin Nadia in die Vereinigten Staaten begleiten. Griffith findet bald heraus, dass die eigenwillige Dame vom selben Waffenhändler verfolgt wird, den er vernichten wollte. Dieser skrupellose Kriminelle ist zu allem bereit, um von Nadia die Informationen zu bekommen, die er benötigt, denn sie hat die 30 Millionen Dollar versteckt, mit denen er sich die Atombombe kaufen will.

Wesley Snipes ht sich mittlerweile ja längst an Drehaufenthalte im Ostblock, speziell Rumänien, gewöhnt. Immerhin hat man die Geschichte auch offiziell nach Bukarest verlegt, so daß hier nicht eine amerikanische Stadt simuliert werden muß. Dazu muß man sagen das die Aufnahmen mal nicht aus miefigen Hinterhöfen bestehen, sondern auch optisch einiges geboten wird.
Die Story kann man bei Detonator mal wieder getrost vergessen. Undercover Agent des Ministerums für Heimatschutz (war das nicht die NSA?) jagt Waffenhändler und killt dessen Schergen und natürlich bekommt er wieder eine Frau an die Backe genagelt, die ständig halbnackend rumläuft. Anfangs kann man sich nicht ausstehen, was natürlich dann wieder auch zu amourösen Exkursionen führt. Sämtliche Komponenten sind nicht neu und bekommt man zigfach in beinahe jedem B-Movie noch und nöcher geboten. Ehrensache das natürlich auch ein Verräter in den eigenen Reihen existiert, der enttarnt werden muß, auch wenns für den Zuschauer längst klar ist wer es ist. Es ist wirklich alles streng nach Actionfilmhandbuch gestaltet.
Das Detonator trotzdem aus dem Durchschnitt nach oben rausguckt, liegt zum einen an Snipes selbst, der endlich mal wieder seine eingebaute Coolness mit einbringt und sich selbst nicht allzu ernst nimmt (anfangs tritt er als schwuchteliger Waffenkäufer auf). Zum anderen kann die Action gut punkten. Hier gibts das volle Programm, Zweikämpfe, Shootouts, Explosionen, brennende Stuntman und natürlich auch die obligatorische Verfolgung per Auto. Dazu gesellt sich ein angenehm hohes Tempo, so daß Langeweile höchstens mal in den Dialogpassagen Sonni/Nadja aufkommt, aber irgendeine Form von Love Story muß wohl immer sein (warum auch immer).
Der Film bietet insgesamt kurzweilige Unterhaltung, ohne allerdings auch nur ein Fünkchen Innovation. Actionfreunde machen hier nichts verkehrt und ich hab mich speziell köstlich über die völlige Ahnungslosigkeit der Macher über Fußball amüsiert (startet im rumänischen Pokal Halbfinale, bereit am nächsten Tag wird das Finale gespielt und der Gewinner darf eine internationale Meisterschaft in den USA ausspielen, herrlich dämlich die Vorstellungen der Amis manchmal).
6/10

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