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Lucy kann mit guten Schauspielern aufwarten und zeichnet ein realistisches Bild von den Problemen junger Mütter. Wie in der Berliner Schule üblich, hat der Film jedoch keinen Spannungsbogen, keine besonders dramatischen Szenen und keine Filmmusik, sondern beschränkt sich auf eine nüchterne Betrachtung der Thematik. Doch diese bleibt relativ trivial, denn dass es nicht leicht ist, die Bedürfnisse, die man als junger Mensch hat, mit Elternschaft zu verbinden, ist kein Geheimnis und mehr erfährt man durch den Film über dieses Thema leider nicht. So ist es im Endeffekt also nur die schauspielerische Leistung und die Überlegung, wie man selbst an Stelle der Hauptdarstellerin handeln würde, die einen dann doch davor bewahrt, vor dem Ende der 90 Minuten abzuschalten.
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Und für sowas zahlt man Gebühren ? Viel mag ich zu diesem Müll gar nicht schreiben. TV-Amateur-Niveau, in Optik, "Schauspiel" (oh Gott), Dramaturgie, "Spannungsbogen" (was ?) etc. pp. . Uninspiration wird zum Stilmittel erhoben, die "Dialoge" sind unglaublich hölzern ("Tschüss" etwa aller 2 Minuten im Tonband-Stil ist nur 1 Beispiel), mir fehlen weitere Worte. Ich habe schon viele Gurken gesehen, aber so eine einfallslose Talentfreiheit (dumme Anschlüse ohne Sinn, Szenen die ins Leere laufen) selten. War das alles improvisiert ? Dafür jedenfalls gloriose 1/10 Punkten. Der 1 Punkt ist dafür, daß ich den Tonmann nie gesehen habe.