Wer diesen Film ernst zu nehmen versucht, ist selber schuld. Schon die allererste Szene, in der die naive Spießermoral eines jungen Polizisten mit der frischfröhlichen Verderbtheit der Nutten in seinem neuen Revier ausgiebig mimisch kollidiert, zeigt mit umwerfender Komik, wohin die Reise geht. Die Story ist von Anfang bis Ende unrealistisch, aber das macht nichts: das ganze ist ein einziger, großer Spaß, in dem der Film sogar noch abschließend in der allerletzten Szene seine eigene Unlogik auf die Schippe nimmt.
Mit amerikanischen Musicals aus der Ära eines Fred Astaire kann man mich normalerweise jagen, ich finde das alberne Gehupfe einfach nur belästigend. Aber Shirley MacLaine hat mich in diesem Fall sogar damit versöhnt: ihre (einzige) Tanzeinlage in diesem Film sprüht so sehr von ausgelassener, mitreissender Lebensfreude, dass ich sie als einen der Höhepunkte genossen habe. Der Film ist kein Kulturereignis, keine Offenbarung, er vermittelt einfach nur Spaß - aber davon jede Menge. Allein deshalb: sehenswert!