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Eine junge Malerin und ein heroinabhängiger Dichter führen zusammen ein glückliches, wenn auch bescheidenes Leben, bis auch die junge Frau anfängt, Drogen zu nehmen. Von dort an geht es abwärts, die beiden müssen stehlen, um sich über Wasser zu halten und das Mädchen prostituiert sich schließlich sogar, um die Sucht weiter finanzieren zu können. Als sie schwanger wird, planen die beiden einen ernsthaften Entzug.

Ein durchaus realistischer, hervorragend gespielter Drogenfilm, der sich glücklicherweise verkneift, in allzu primitiver Weise den mahnenden Zeigefinger auszufahren, und die Situation stattdessen mit angebrachter Ernsthaftigkeit studiert. Der Film stellt sich weder auf die Seite der Drogenabhängigen, noch auf die Seite der konservativen Eltern des Mädchens, sondern bringt dem Zuschauer die Lebenseinstellungen der verschiedenen Parteien auf plausible Art und Weise nahe, wobei sich in der ersten Hälfte des Films auch die ein oder andere humorvolle Szene wohltuend einschleicht. Es hat zwar schon unkonventionellere und ergreifendere Drogendramen gegeben, doch unterm Strich handelt es sich bei „Candy“ um ein recht beachtenswertes Werk.

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