Tapfer habe ich mir auch den zweiten Teil "Sissi - Die junge Kaiserin" angesehen. Die Handlung ist schnell erzählt: Sissi langweilt sich, also sorgt sie eben mal dafür, dass sich Österreich mit Ungarn verträgt. Außerdem bekommt sie noch ein Baby, bekommt aber Zoff mit der Schwiegermama, weil diese das Kind erziehen will. Tja das wars auch schon. Leider braucht der Film wieder 2 Stunden um diese "umfangreiche" Geschichte zu erzählen, Langeweile ist also vorprogrammiert.
Natürlich hat man auch wieder für Humor gesorgt: Wie schon im ersten Teil hampelt der Oberst mal wieder tollpatschig herum. Der Zeremonienmeister verbeugt sich immer bei den Worten Ihre Majestät, auch wenn sie gar nicht im Raum ist. Nun entweder leidet der alte Knacker unter Reuma oder er muss sich bei den Worten beinahe übergeben - vielleicht wird ihm ja auch vom Film speiübel...
Auch die Liebesschnulze wird immer konsequenter weitergeführt. Nur ein Beispiel: Sissi und Franz wollen sich nach einem Streit mit Vorwürfen gegenseitig überhäufen, als sie sich dann begegnen lauten die Vorwürfe wortwörtlich: "Franzl" - "Sissi" und man umarmt sich. Nachdem ich bereits beim ersten Teil der Reihe ein Implodieren des Fernsehers befürchtet habe, war beim zweiten Streifen bereits ein bedrohliches flackern wahrzunehmen.
Zum Schluss möchte ich noch eine Frage aufwerfen. Wie oft feiert man eigentlich seinen Hochzeitstag? Im Film gibts bereits nach 4 Wochen ein Diamantenkollier. Was kommt dann noch? Nach einem Jahr gibt es wahrscheinlich ein Schloss und wenn man Glück hat bekommt man dann als Steigerung nach 10 Jahren einen Gutschein: Nie wieder Sissi sehen zu müssen. Fans der Filme müssen diesen ja dann nicht einlösen, denn natürlich gilt auch hier: alles ist Geschmacksache!
1 Punkt