Review

4. Staffel

Bis zur dritten Staffel konnten sich die Simpsons-Macher kontinuierlich steigern und hoben das Durchschnittsniveau ihrer Episoden immer weiter an. Umso beachtlicher ist die vierte Staffel, die 1992 in den USA erstmals ausgestrahlt wurde und qualitativ eine weitere Steigerung darstellt. Zu den einzelnen Episoden:

Krise im Camp Krusty
Bart und Lisa verbringen ihre Sommerferien im Camp Krusty, wo sie sich jedoch schnell in einer Art Arbeitslager zwischen brutalen Betreuern und kriminellen Machenschaften wiederfinden.
Die vierte Staffel beginnt überaus viel versprechend mit einer runden Episode, die allerhand Einfälle beinhaltet, welche beste Unterhaltung garantieren. Die überzogenen Arbeitslagerbedingungen im Kamp sind sehr amüsant, mitunter auch sehr zynisch, während das Ganze durch Homer und Marge, deren Eheglück bei Abwesenheit der Kinder wieder entfacht, hervorragend kontrastiert wird. Mit diversen Anspielungen, unter anderem auf "Apocalypse Now" und einem gewohnt sorglosen Krusty ist für beste Unterhaltung gesorgt, bis der Bogen am Ende beim Kinderaufstand vielleicht ein wenig überspannt wird.
9/10

Bühne frei für Marge
Marge nimmt als Darstellerin an einem Musical teil und bekommt prompt die Hauptrolle. Sie ärgert, dass ihr Mann wenig Interesse daran zeigt, dass seine Frau ihren Traum verwirklicht.
“Bühne frei für Marge“ beginnt hervorragend, mit einem vollkommen desinteressierten Homer, einer deprimierten Marge, die endlich mal aus dem tristen Alltag ausbrechen will und zahlreichen satirischen Momenten, die so mancher Ehe den Spiegel vorhalten. Hinzu kommen die Szenen von Maggie im Kinderheim, die überaus skurril geworden sind und herrliche Anspielungen auf “Gesprengte Ketten“ und “Die Vögel“ enthalten. Die finale Theateraufführung und das kitschige Ende verhindern knapp die Höchstpunktzahl.
9,5/10

Ein gotteslästerliches Leben
Homer beschließt an einem verschneiten Sonntagmorgen ausnahmsweise mal nicht in die Kirche zu gehen, möchte aber auch weiterhin auf den langweiligen Gottesdienst verzichten. Halb Springfield versucht nun seine Seele zu retten und ihn zum Kirchbesuch zu überreden.
Ganz so provokant, wie der Titel es verspricht, ist diese Episode letztlich leider nicht geworden. Zwar wird Homers gotteslästerliches Leben mit einer gewissen Ironie dargestellt und auch die plumpen Versuche seiner Frau, des Pastors und vor allem der Flanders, Homer wieder zum Kirchgang zu bewegen sind ganz amüsant, während die Gagdichte durchaus ordentlich ausfällt. Aber am Ende fehlt leider der letzte Biss, so ist die Episode gut, aber nicht hervorragend.
8/10

Lisa, die Schönheitskönigin
Lisa wird von Depressionen geplagt, da sie sich für hässlich hält, woraufhin Homer sie bei der Wahl zur Little Miss Springfield anmeldet, um ihr Selbstvertrauen zu stärken.
Lisa ist faktisch der unlustigste Simpson-Charakter, aber dennoch ist diese Episode, in der sie im Vordergrund steht, erfreulich gut geworden. So ist die Gagdichte hoch und vor allem die bissige Kritik am Marketingvorgehen der fiktiven Zigarettenmarke zeichnet diese Episode aus, die vermutlich noch besser geworden wäre, wenn sie nicht gelegentlich in den Kitsch abdriften würde, wenn Homer, Marge und Bart versuchen das Selbstbewusstsein Lisas zu stärken.
8,5/10

Bösartige Spiele
An Halloween erzählen sich die Simpsons allerlei Gruselgeschichten von einer Mörderpuppe, einem gigantischen Riesenaffen und lebenden Toten.
Die Halloween-Episode der vierten Staffel, klar inspiriert von “Chucky“, “Die Nacht der lebenden Toten“ sowie “King Kong“ enthält darüber hinaus auch allerlei weitere Anspielungen, etwa auf “Uhrwerk Orange“ und “Friedhof der Kuscheltiere“. Dass die Macher dabei durchaus Spaß an der Parodie diverser Kultfilme und Klassiker haben, sieht man der fertigen Episode an, die unterm Strich auch diesmal vor allem von ihrer Kreativität lebt, da die Simpsons-Schöpfer hier von den alltäglichen Simpsons-Schemata abweichen können. Die Gagdichte könnte dabei durchaus etwas höher sein, aber unterm Strich ist für gelungene Unterhaltung auf jeden Fall gesorgt.
8/10

Bart wird bestraft
Bart verhält sich sowohl in der Schule als auch zu Hause zunehmend undisziplinierter, weswegen Marge Homer dazu drängt, ihn endlich einmal für seine Untaten zu bestrafen. Homer verbietet seinem Sohn den Besuch des brandneuen “Itchy & Scratchy“-Films.
Barts chaotisches, unkontrolliertes Verhalten an sich bietet meist schon den Nährboden für zahlreiche exzellente Simpsons-Gags und diesmal ist es umso lustiger, weil die Macher es herrlich übertreiben und immer wieder neue Eskapaden auftischen. Noch amüsanter wird die Episode, weil auch Homers lässiges Verhalten stark überspitzt wird und er immer wieder aufs Neue nicht dazu imstande ist, seinen Sohn zu bestrafen. Es gibt kaum eine Folge, bei der die Macher so viele Lacher wie hier kreieren und so ist dies eine herausragende Episode, die die meisten anderen deutlich übertrifft, auch wenn sie zum Ende hin vielleicht ganz dezent abbauen mag.
10/10

Marge muss jobben
Das Haus der Simpsons senkt sich auf einer Seite ab, wobei die Fundamentreparatur derart teuer ist, dass Marge einen Job annehmen muss. Zu Homers Ärger im Atomkraftwerk.
Viel gibt es zu “Marge muss jobben“ letztlich nicht zu sagen, sie hat eine ordentliche Gagdichte und bewegt sich somit auf dem hohen Durchschnittsniveau der Staffel. Zudem ist es die erste Episode der Staffel, die über weite Strecken im Atomkraftwerk spielt und auch dieser Einblick gerät gewohnt amüsant. Eine runde, unterhaltsame Episode.
8,5/10

Laura, die neue Nachbarin
Die Simpsons bekommen neue Nachbarn. Bart verliebt sich bereits bei der ersten Begegnung in die junge Laura, die sich dann jedoch mehr für Jimbo Jones interessiert.
Eine gleich in zweierlei Hinsicht überragende Episode. Nach einem extrem witzigen Einstieg, bei dem sich Homer als höllischer Nachbar präsentiert, während man nebenan verzweifelt versucht ein Haus zu verkaufen, folgen zwei Handlungsfäden die beide kaum amüsanter sein könnten. Zum einen ist da der verliebte Bart, der sowohl bei Homer als auch bei Grandpa keine wirklich brauchbaren Liebes-Tipps bekommt und schließlich versucht Jimbo, der sich gern als Draufgänger präsentiert, als Feigling zu entlarven. Zum anderen sorgt aber auch der Handlungsstrang um Homer für zahlreiche zum schießen komische Stellen. Mit einigen ironischen Seitenhieben auf das amerikanische Justizsystem mit seinen horrenden Schadensersatzsummen wird der Prozess gegen den Kapitän zur Farce. Dieser muss sich dafür verantworten, dass Homer an dessen “All you can eat“-Buffet nicht satt geworden ist. Bei dieser hervorragenden Episode folgt so Lacher auf Lacher.
10/10

Einmal als Schneekönig!
Homer kauft einen alten Schneepflug und räumt die Straßen von Springfield frei, wodurch er zum neuen Helden der Stadt aufsteigt. Doch dann hat Barney denselben Einfall.
Diese Episode, in der Homer als Mr. Plow die Straßen räumt, ist eine der kultverdächtigsten Simpsonsfolgen von allen, weswegen im Laufe der weiteren Staffeln auch öfters auf sie angespielt wurde. Und dies ist nicht ungerechtfertigt. Denn “Einmal Schneekönig“ ist überaus amüsant, wenngleich blanker Nonsens und hat eine Gagdichte, die durchweg beste Unterhaltung garantiert. Es muss ja nicht immer politisch, kritisch und ironisch werden.
9,5/10

Am Anfang war das Wort
Die Simpsons warten darauf, dass Maggie ihr erstes Wort sagt und erzählen passend zum Anlass, wie Bart und Lisa sprechen lernten.
Episoden, die aus der Vergangenheit der Simpsons gegriffen sind, lassen den Machern oftmals mehr Möglichkeiten, da sie vom gewöhnlichen Alltag der gelben Familie abweichen können und sich die verschiedenen Vergangenheitsentwürfe ruhig widersprechen dürfen. Und auch diesmal haben die Macher ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und zahlreiche amüsante Situationen kreiert. Überragend ist das Ganze nicht, aber durchaus überdurchschnittlich
9/10

Oh Schmerz, das Herz
Homer muss am Herzen operiert werden, kann sich jedoch die Operation nicht leisten. Deshalb begibt er sich in die nicht allzu fähigen Hände eines Kurpfuschers.
Homers ungesunde Ernährung, überhaupt sein in dieser Hinsicht sehr amerikanischer Lebensstil, werden zunächst einmal höchst amüsant überspitzt, woraufhin sein Herz schlappzumachen beginnt. Mit schwarzem Humor unterhält die Episode dann auch weiterhin, wenngleich sie mitunter mal Gefahr läuft in Kitsch auszuufern, wenn seine Familie schließlich stark Anteil nimmt. Dafür ist Dr. Nick umso lustiger und rettet als Inbegriff des ärztlichen Dilettantismus die sehr gelungene Episode locker ins Ziel.
9,5/10

Homer kommt in Fahrt
Mr. Burns zahlt drei Millionen Dollar Strafe an die Stadt Springfield. Von dem Geld kaufen die Bürger eine Einschienenbahn, für die sich Homer als Zugführer bewirbt.
Zunächst werden die Einwohner von Springfield mal wieder als eine unterbelichtete Horde Schwachköpfe dargestellt, die kollektiv für eine unnötige Einschienenbahn stimmt, nur weil ihnen ein gewitzter Verkäufer ein Lied vorsingt. Im weiteren Verlauf ist die Episode ebenfalls gelungen und unterhaltsam, weil der Pfusch am Bau recht offensichtlich und lustig dargestellt wird, woraufhin das furiose, wenn auch etwas übertriebene Finale folgt.
9/10

Selma will ein Baby
Margs Großtante Gladys ist verstorben und hat Patty und Selma vor allem eines Hinterlassen: Eine Lebensweisheit. Sie sollen eine Familie gründen, um nicht allein zu sterben, was sich Selma schließlich auch zu Herzen nimmt.
Was mit einigen amüsanten, mitunter auch mal etwas schwarzhumorigen Gags rund um die Beerdigung der Großtante beginnt, mündet in Selmas Versuche, einen Mann zu finden. Dieses romantische Vorhaben der Antifrau ist für die Macher natürlich ein gefundenes Fressen. Die Episode funktioniert allein schon deshalb prächtig, weil mit Selma einer der witzigsten Simpsons-Charaktere im Vordergrund steht und so ist auch der finale Besuch bei Duff-Gardens absolut sehenswert. Lustigere Episoden gibt es kaum, zumal auch der Subplot rund um Homer und sein Riesensandwich zündet.
10/10

Großer Bruder – Kleiner Bruder
Homer soll Bart von einem Fußballspiel abholen, vergisst ihn jedoch, weswegen dieser stundenlang im strömenden Regen auf ihn wartet. Bart fühlt sich vernachlässigt und sucht die Nähe eines Ersatzbruders.
Die Idee rund um den großen Bruder, der sich um Bart kümmert, ist gar nicht mal schlecht, aber im Endeffekt kommt die Episode doch nicht so recht in Fahrt und fällt unter den Staffelschnitt. Amüsant sind zwar der allzu engagierte und gutherzige Bruder und auch das arg gebeutelte Waisenkind, das Homer schließlich bei sich aufnimmt, aber letztlich ist die Gagdichte nicht so hoch, wie bei anderen Episoden. Zudem ist die Nebenhandlung rund um Lisa und ihre Telefonsucht alles andere als amüsant und bremst die Episode letztlich nur aus.
8/10

Ralph liebt Lisa
Ralph bekommt als einziger in der Klasse keine Karte am Valentinstag geschenkt, weswegen Lisa ihm aus Mitleid eine bastelt. Ein Fehler, denn schon sitzt der Verehrer ihr im Nacken.
Lisa, der einzige Simpsons-Charakter, der einfach niemals wirklich lustig ist, steht hier mal wieder im Mittelpunkt, aber dennoch ist “Ralph liebt Lisa“ durchaus eine ordentliche Episode geworden, die mal wieder zeigt, wie gut das Durchschnittsniveau der Staffel ist. Ralphs naives Verhalten und auch Chief Wiggum, der hier mal wieder der Inbegriff eines schlechten Polizisten ist, füllen die Episode mit Leben, wobei hier immer wieder ausgesprochen geschickt witzige Nebenfiguren eingebracht werden. Das kitschige Ende nervt dennoch.
9/10

Keine Experimente
Bart zerstört das Forschungsprojekt seiner Schwester. Diese rächt sich, indem sie bei ihrem neuen Projekt testet, ob ihr Bruder dümmer als ein Hamster ist.
Auch diese Episode bietet Unterhaltung und Kurzweil, vor allem deshalb, weil Bart sich bei den Experimenten seiner kleinen Schwester derart dämlich verhält, dass es praktisch schmerzt. Die Episode kann sich dabei vor allem deshalb im hohen Durchschnittsniveau der Staffel einreihen, weil Homer einen Monat lang keinen Alkohol zu trinken gedenkt, sich trotz der guten Vorsätze aber sehr schwer tut, tatsächlich trocken zu werden. Hintergründig wird es dabei zwar selten, aber sehenswert ist das Ganze auf jeden Fall.
8,5/10

Prinzessin von Zahnstein
Lisa benötigt eine Zahnspange, doch statt eines unauffälligen, modernen Exemplars, können sich die Simpsons lediglich einen regelrechten Maulkorb leisten, da Mr. Burns für die Zähne seiner Mitarbeiter nicht mehr aufkommen will. Als Vorsitzender der Gewerkschaft tritt Homer gegen seinen Chef an.
Homer versucht gegen Mr. Burns einen Deal auszuhandeln. Allein dieser Gedanke ist schon recht amüsant und wird auch sehr geschickt ausgespielt, da der Chef seinen dümmsten Angestellten bei den Verhandlungen permanent überschätzt und Homer am Ende sogar gewinnt. Es gibt ein paar sehr amerikanische Seitenhiebe auf Gewerkschaften im Allgemeinen, während der Subplot rund um Lisa, die unter ihrer neuen Zahnspange, leidet die Episode abrundet.
9/10

Nur ein Aprilscherz…
Bart übertreibt es ein wenig mit seinem Aprilscherz, mit dem Resultat, dass Homer anschließend im Koma liegt. Am Krankenbett fallen den Simpsons allerhand Erlebnisse aus der Vergangenheit ein.
Sonderlich gut ist “Nur ein Aprilscherz…“ leider nicht geworden, weil die Episode letztlich nur ein Zusammenschnitt aus alten Folgen ist, mit einem Vehikel drum herum, das die verschiedenen Rückblenden miteinander verbindet. Und eben dieses Vehikel ist es, das durchaus für Lacher sorgt, so sind die Aprilscherze sicherlich witzig und auch am Krankenbett spielen sich ein paar lustige Szenen ab, aber letztlich ist die Episode bei Weitem nicht so gut, wie der Staffelschnitt. Die ausgewählten Szenen sind zwar sehr amüsant, aber man kennt sie eben alle schon. Einfallsreich ist das jedenfalls nicht.
6/10

Wir vom Trickfilm
Da die Qualität der Serie nachlässt, beschließen Bart und Lisa ein Drehbuch für “Itchy und Scratchy“ zu schreiben. Ihr Großvater fungiert als Strohmann und wird vom Produzenten der Serie offiziell eingestellt.
“Wir vom Trickfilm“ ist eine weitere gelungene Episode, die sich nahtlos zwischen den übrigen meist guten Episoden der Staffel einreiht. Erneut gibt es ein paar gelungene Seitenhiebe aufs Showgeschäft, wobei die Simpsons-Macher ebenfalls eine gewisse Eigenironie aufblitzen lassen. Etwa, wenn der “Itchy und Scratchy“-Produzent erzählt, dass derselbe Hintergrund mehrfach verwendet wird, um Produktionskosten zu drücken und dies umgehend auf die Simpsons-Episode übertragen wird. Ansonsten belustigen ein genervter Krusty, der versucht, das Rauchen aufzugeben und ein herrlich konfuser Grandpa Simpson, der erst bei einer Preisverleihung versteht, was er eigentlich die ganze Zeit beim Sender gemacht hat. Auch die Seitenhiebe auf die Schreiberlinge aus Harvard sind toll.
9,5/10

Das Schlangennest
In Springfield steht der jährliche Knüppeltag bevor, an dem die Bewohner mit Baseballschlagern auf alle Schlangen, die ihnen unter die Augen kommen, losgehen. Klar, dass Lisa dies zu verhindern versucht, wobei Bart sie unterstützt.
Die anfängliche Schulinspektion, die in einem Desaster endet, obwohl Skinner in weiser Voraussicht die größten Rowdies der Schule im Keller eingesperrt hat, eröffnet eine weitere amüsante Episode mit ein paar guten, wenn auch absehbaren Gags. Die folgenden Ereignisse rund um den Knüppeltag zehren besonders von der guten Idee rund um diesen dämlichen Tag, wobei sich die Bewohner Springfields in diesem Zusammenhang mal wieder von ihrer besten Seite zeigen. Insgesamt kommt so eine gelungene Episode ohne Hänger zustande.
9/10

Marge wird verhaftet
Die Grippewelle in Springfield erwischt auch die Simpsons, bei denen eine übermüdete Marge nun auf Hochtouren arbeiten muss. Im Kwik-E-Markt vergisst sie daher, eine Schnapsflasche zu bezahlen. Die vermeintliche Ladendiebin findet sich bald vor Gericht wieder.
Letztlich basiert diese Episode auf einer guten Idee, fällt aber dennoch etwas unter den Staffelschnitt ab. So ist die Gerichtsverhandlung, die in guter Simpsons-Tradition praktisch zur Farce verkommt, recht amüsant geworden, aber danach kommt dann einfach zu wenig. Marges Gefängnisaufenthalt ist nicht sonderlich lustig und das Unvermögen Homers, einen halbwegs soliden Haushalt zu führen, während seine Frau verhindert ist, wird leider zu kurz ausgespielt. So ist dies letztlich eine solide, aber nicht in letzter Konsequenz überzeugende Episode, die am Ende in einem auch für Simpson-Verhältnisse überzogenen Finale gipfelt, in dem die Bewohner Springfields schließlich feststellen müssen, was sie an Marge gehabt haben, als sie noch auf freiem Fuß war.
8/10

Krusty, der TV-Star
Eine Show rund um die Bauchrednerpuppe Gabbo startet und tritt in direkte Konkurrenz zu Krusty. Dieser landet schließlich auf der Straße, als die Zuschauerzahlen sinken. Bart und Lisa versuchen ihm bei seinem Comeback zu helfen.
Mal wieder landet Krusty als abgewrackter TV-Star auf der Straße, wobei der Fall der Springfielder Showgröße hier letztlich nicht so lustig daherkommt wie in manch anderer Episode. Allgemein handelt es sich bei dieser Folge eher um eine der schlechteren dieser Staffel, aber auch der Simpsons insgesamt. Sonderlich groß ist der Einfallsreichtum der Macher nicht, es gibt nichts, was diese Episode wirklich auszeichnen würde. Sie unterhält solide, aber das war es dann auch.
7,5/10

Fazit:
Ohne auf die einzelnen Episoden einzugehen, lässt sich hier doch ein weiterer Schritt nach oben festhalten. Diese Staffel gehört zu den besten. Selbst die schlechteren Episoden sind hier noch ausgesprochen unterhaltsam, während Vieles noch frisch und unverbraucht daherkommt. Durchschnittlich ergeben sich:

88%

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