Storytechnisch reichlich uninspirierter Vampir-Streifen, der voll auf Non-Stop-Action mit hohem Gewaltfaktor setzt.
Die Geschichte um den Vampirjäger Jack Cutter, dessen Eltern - ebenfalls Vampirjäger - von den blutrünstigen Blutsaugern getötet wurden, als er selbst noch ein kleiner Junge war, ist hierbei genauso belanglos wie dämlich.
Von den sich aus allen Teilen der Welt in Amerika versammelnden Vampiren gibt es insgesamt noch 9. Einer davon ist das Oberhaupt, logo. Demnächst schon können sie eine neue Brut von Nachkommen in die Welt setzen - warum das früher nicht funktioniert und wie das Ganze genau von statten gehen soll, bleibt hierbei gänzlich unerwähnt (und hätte wohl eh niemanden interessiert).
Und so macht sich Don Wilson alias Jach Cutter mitsamt einer Reporterin, die mehr oder weniger unfreiwillig seinen Weg so direkt gekreuzt hat, auf, um einen nach dem anderen niederzustrecken.
Tja, und das war's dann auch schon, mehr gibt der Plot nicht her. Ist allerdings auch nicht unbedingt weiter tragisch, diente dieses dünne Storyboard doch ohnehin nur, um eine Actionsequenz an die nächste zu reihen, bis auch der letzte Vampir getötet worden ist.
In diesem Film ist es mit der Sterblichkeit der Vampire im Gegensatz zu anderen Streifen dieser Art recht kurios: Sonnenlicht macht ihnen nicht wirklich etwas aus, nur ihre Augen sind etwas lichtempfindlich und müssen tagsüber durch Sonnenbrillen geschützt werden. Pflöcke, Silberkugeln und Knoblauch helfen auch nicht: Umbringen kann man die Untoten hier (B-Action-sinnigerweise ;-) nur, in dem man ihnen das Genick bricht. Bietet bei 9 potentiellen Tötungen schon mal ganz gut Platz für harte Action. Zudem wurde auch jede Menge Wert auf kurzweilige, aber dafür blutigste Shootouts gelegt. Aufgelockert wird das Ganze dann noch durch jede Menge (zumeist) eher doch unspektakuläre, aber durchweg harte Martial Arts-Sequenzen.
So geht die Hatz von einem Action-Schauplatz zum nächsten, bis alle Opponenten ausgelöscht sind. Das ist zwar so innovativ und originell wie ein geschmückter Tannebaum in der Vorweihnachtszeit, unterhält aber zumindest ununterbrochen. Auch eine gewisse düstere Atmosphäre kann man dem Film gar nicht mal absprechen, was auch an der vollkommen vertrauenslosen, reichlich wortkargen Rolle des Hauptdarstellers liegt (wenngleich dieses natürlich sichtlich nicht besonders schwer darzustellen war ;-).
Hinterher kann man Gewiss sein, ein Filmerlebnis mit einer Menge unterhaltsamer sorgen- und sinnfreier Action der härteren Gangart erlebt zu haben, welches man noch beim Zurücklegen in die Hülle sogleich schon nahezu komplett wieder vergessen hat. Das ist bestimmt nicht jedermanns Fall, als Teilstück eines durchweg unterhaltsamen Fernsehabends ist es aber allemal tauglich.
Vorsicht bei der deutschen Fassung: Es fehlen nahezu alle Gewaltdetails, dafür ist sie mit zusätzlicher, unnötiger Handlung "angereichert" worden. Gänzlich unempfehlenswert. Die US R-Rated-Fassung ist eine ganz gute Wahl. 7/10