Wie bringt man seine Party in Stimmung?
Bis die Mädels strippen, braucht es einiges an Alkohol und Koks ist reichlich teuer.
Warum dann nicht mal die Laune mit „Le Bagman“ anheizen?
Kostengünstig und bringt jede Menge Gesprächsstoff.
Hergestellt haben dieses 20minütige groteske Splatterwerk eine Gruppe von kanadischen Freaks, die sich wie so viele andere dachten, dass sie ja mit wenig Geld und viel Blutmatsch ihre Ideen bestimmt prima auf Film bannen könnten.
Nur: ihnen ist es im Gegensatz zu 99 Prozent dieser Hobbyfilmer gelungen.
„Bagman“ handelt, vollkommen halt- und grundlos, von dem kopfbesackten Killer „Le Bagman“, der nichts anderes tut, als junge Leute möglichst aufwändig wegzuraspeln und das mit jeder scharfen Waffe, die ihm unter den Mantel kommt.
Sein letztes Opfer entkommt vorerst und rennt in eine Gruppe abgespaceter Hip-Hop-Pimps, die natürlich im besten Gangsta-Style auf ihn losgehen. Der Rest vom Film ist eine durch und durch absurde, blutspritzende aber ungemein witzige Angelegenheit.
Angeregt durch zahlreiche Filme, ihre Techniken und Tricks, machen die Filmemacher vor nichts halt, da werden Glieder abgetrennt, Gegenstände in bestehende Wunden getrieben, geköpft, zerschlitzt, durchbohrt und nicht zuletzt reichlich Köpfe zertreten.
Nichts davon wirkt hyperrealistisch (die Köpfe sind eindeutig Plastik) und selbst das literweise spritzende Blut ist nicht das Edelste.
Aber egal: der Film hat Tempo und ist ungemein abstrus, wenn es darum geht, durch welche versehentlichen oder unbeabsichtigten Handlungen hier alle zu Tode kommen. Irgendwo zwischen chaotisch und total absurd angesiedelt, wird hier bis zum letzten Hals gemeuchelt und das dermaßen rasant, das einem beim Lachen glatt die Luft wegbleibt.
Die Figuren sind dabei so unglaublich überzeichnet, das es kein Halten mehr gibt, das ist der definitive Funsplatter, der sich erst gar nicht so recht mit einer Story aufhält (85 Prozent des Films sind pure Metzelei).
Definitv ein Spaß für die ganze Familie (so ab 12 würd ich sagen…) (8/10)