Inhalt:
Japan zur Zeit des Tokugawa-Shogunats. Der Commissioner Shiozaki (Kenji Imai) ist geldgierig und verschlagen, er plündert die ihm unterstellte Provinz gnadenlos, und zum Teil am Shogunat vorbei, aus.
Die schöne Okatsu (Junko Miyazonu)..., sie ist die Adoptiv-Tochter des Kendo-Kampfschulen-Besitzers Makabe (Ko Nishimura)..., und als diese auch die beste Schülerin seiner Schule! Zum Verdruss ihres Adoptiv-Vaters ist jedoch dessen leiblicher Sohn Rintaru (Masaomi Kondo) weit weniger am Kendo..., dem Schwertkampf der Samurai, interessiert. Er ist ein Spieler..., und darüber hinaus will er eigentlich mit der von ihm schwangeren Saki (Yukie Kagawa) zukünftig ein Leben auf dem Land als Farmer führen...!
In der Spielbank gibt es alsbald Ärger..., doch kann die amazonenhafte Schwertkämpferin Rui (Reiko Oshida) Rintaru heraushauen! Rui ist den Behörden als aufmüpfige Fighterin, die stets Ungerechtigkeit bekämpf, keine Unbekannte...! Und Rintaru´s "Schwester" Okatsu..., sie nimmt Rui bei sich auf..., was natürlich die Obrigkeit gegen sie aufbringt...!
Okatsu bietet sich Shiozaki und dessen Schergen -zu denen auch der Verräter Samonji, ein ehemaliger Schüler Makabe´s, gehört- im Austausch gegen ihren "Bruder" an, den Shiozaki festnehmen will. Doch alsbald will Makabe wiederum Okatsu auslösen. Doch Shiozaki spielt falsch! Während Okatsu vergewaltigt wird..., wird Makabe brutal zu Tode gefoltert...!
Okatsu gelingt die Flucht..., sie wird zu einem weiblichen "Assassin"..., sie schwört dem Mörder ihres Adoptiv-Vaters blutige Rache...!
Zunächst fällt ihrer Rache Samonji zum Opfer! Und die Behörden setzen ein Kopfgeld auf die flüchtige Okatsu aus...!
Dies wiederum ruft einen eiskalt agierenden Kopfgeld-Jäger (Tomisaburo Wakayama) auf den Plan! Doch kann Rui diesen von der Unschuld Okatsu´s überzeugen, die lediglich aus Notwehr handelte...
Wird es Okatsu gelingen, ihre Rache zu vollenden..., und Shiozaki zu töten.....?
Fazit:
"Quick draw Okatsu"..., das ist der Titel dieses schnörkellosen, spannenden und blutigen Chanbara-Easterns, in dem eine Frau die Heldin ist, um Rache zu üben. Dieser Streifen ist Teil einer Trilogie..., in welcher die Hauptdarstellerin Junko Miyazonu jeweils eine Frau darstellt, welche zu blutiger Rache getrieben wird.
Ohne große Umschweife taucht Regisseur Nakagawa in die Storyline ein..., die Charactere werden nicht groß vorgestellt, stringent und schnörkellos zieht die Regie den kurzen Erzählfaden hier durch.
Die an sich einfache Rache-Story wird von Nobuo Nakagawa aber auch mit gut fotographierten Bildern, in ebenso gekonnt ausgewählten Locations, mit exquisiten Darstellerinnen und Darstellern, sowie brutaler Gewalt, umgesetzt.
Die Schwertkämpfe sind rasant, manchmal hastig -was typisch für Chanbara-Produktionen ist- und vor allem blutig in Szene gesetzt. Junko Miyazonu, die Hauptdarstellerin, sie fightet gekonnt..., noch besser gefielen mir aber hier Reiko Oshida, die als rassig-amazonenhaftes Fight-Girl eine agile Performance liefert, und der Gast-Star dieses Streifens, "Lone wolf" Tomisaburo Wakayama..., dessen Fight-Sequenz die beste des Films ist!
Hinzukommen Folter-Szenen, die dem Betrachter relativ wenig ersparen..., und die Frauen werden sexuell ausgebeutet, rumgetreten und rumgeschubst...! Und manchmal übertrieb mir hier die Regie leider...
In all dem ist Junko Miyazonu der Star. Schön ist sie..., und würdevoll spielt sie diese doch auch undankbare Rolle. Sie wirkt eigentlich nicht wie eine Kämpferin..., denn ihr Look ist hier überwiegend geisha-artig. Erst im letzten Viertel des Films, als sie ihre Rache letztendlich angeht, wird ihr Look martialischer...!
Anders dagegen..., fast in krassem Gegensatz hierzu... Reiko Oshida! Jung..., dynamisch..., frech... und amazonenhaft, das Schwert auf dem Rücken..., sexy in kurzer Hose..., und äußerst agil meistert die hier blutjunge Darstellerin ihre actionlastige Rolle!
Kenji Imai ist der Hauptvillain..., grausam, verschlagen, sexistisch..., und irgendwie verhaltensgestört. Kenji meistert seine Rolle in allen Facetten. Zu meiner großen Freude hat hier auch noch "Lone wolf Okami" Tomisaburo Wakayama eine Rolle als Gast-Star inne. Kalt, nüchtern, trocken..., und mit der besten Fight-Szene ist er klar ein Lichtblick dieser kurzweiligen Produktion...!
Dies ist ein Chanbara..., ein japanischer Schwertkampf-Film..., mit Action, Folter, Frauen die die gegen sie sexuell motivierte Gewalt durchbrechen wollen..., und daher selber töten! Hinzukommen gut fotographierte Bilder..., schön und grausig..., und zur Atmosphäre des Streifens natürlich beitragend...!
Ich fühlte mich bei "Quick draw Okatsu" sehr gut unterhalten..., gleichwohl dieser Streifen älteren Baujahr´s ist, und die Action natürlich nicht den Drive neuerer Produktionen haben kann..., doch für 1969 waren die Fights sogar ziemlich stark!
"Quick draw Okatsu" erhält von mir ausgezeichnete 8/10 Punkte...!