Another Shaw Production. Würde man nicht einen gewissen Kult um diese Produktionsfirma damit in Verbindung bringen, könnte man das direkt so stehen lassen. Der Todesschlag der Stahlfinger bietet dröges Kung Fu Theater, welches trotz Schwerpunkt auf Schwertwaffen mit einer abstrus konstruierten Story kaum Spannung aufkommen läßt. Besonders die deutsche Synchronisation ist hier keine Hilfe. Relativ emotionsfrei werden Dialoge dargeboten, die teils vielleicht sogar nah am Original gehalten sind, was ich mangels Kenntnissen in Kantonesisch oder Mandarin aber nie herausfinden werde. So oder so, gesprochen wirken die Texte mit Ausdrücken wie Großmutter Teufel teils etwas befremdlich. Dreckige Lachen machen sich in trashigen Sprachfassungen vielleicht gut, doch hier wird weder viel Humor geboten, noch wäre er am rechten Platz.
Der Todesschlag der Stahlfinger behandelt wie so oft den Weg eines Kämpfers. Hier ist es der Pfeil des Pfaus, der zu explodieren neigt und grob als roter Faden zwischen den durchschnittlich arrangierten Kampfszenen fungiert. Auf die unterschiedlichen Charaktere wird dabei etwas zu wenig eingegangen. Daran krankt letztlich auch der Film. Dem Easternfan würde bei entsprechend inszenierter Kampfkunst ja durchaus auch ein weniger anspruchsvolles Werk zusagen, doch auf beiden Seiten wird einfach zu wenig geboten. Ideen wie ein menschliches Schachspiel werden kaum ausgereizt. Auch aus dem Tonfa mit Schneide hätte man viel mehr machen können, nicht nur Unappetitliches, sondern auch einfach in der Handhabung. Nicht abgrundtief schlecht, aber durchaus verzichtbar.