Review

Inhalt:

In der chinesischen Martial World toben einmal mehr die Machtkämpfe. Einer der mächtigsten Anführer ist Master Yu (Tang Ching). Dieser will mit Hilfe des "Peacock Dart", des "Pfeils der Pfauen-Feder", einer äußerst gefährlichen Distanz-Waffe, die absolute Macht in dieser Welt der Clans an sich reißen...!

Ihm zur Seite stehen 5 Leibwächter, alles Kämpfer, die mit allen Wassern gewaschen sind: Die schönen Yu Chin (Lily Li) und Tang (Lau Wai-Ling), sowie Wu Ha (Fan Mei-Sheng), Sword Xiao (Ku Feng) und Gu (Norman Chu).
Im Besitz des "Peacock Dart" befindet sich der Held Fu Hung Hsueh (Ti Lung), einer der Helden der Martial World, ein herausragender Schwertkämpfer!
Zusammen mit Yen Nan Fei (Lo Lieh), der sich erneut einem Duell mit Fu stellte, welches aber durch die Kämpfer Yu´s beendet wurde, sicherte er diese Waffe.

Diese befand sich im Hause von Chiu Shui Ching (Ching Miu), und Fu und Yen konnten die Waffe vor dem Zugriff durch Kung Sun Tao (Chan Shen), der sich in die Wachmannschaft des Hauses einschlich, bewahren.
Chiu stirbt nach diesem Kampf..., und Fu und Yen nehmen dessen Tochter Chiu Yu Cheng (Ching Li) mit auf den weiteren, gefahrvollen Weg.

Fu und Yen werden getrennt, Fu begegnet allen 5 Kämpfern Yu´s, es kommt zu diversen Scharmützeln, und Chiu Yu Cheng gelangt in die Gefangenschaft Yu´s.
Von Wu Ha, der sich als Maler ausgibt, erfährt Fu zudem, dass Yen angeblich tot sei.

In der Residenz Yu´s schließlich löst Fu denn Chiu Yu Cheng gegen den "Peacock Dart" aus, und widersteht den Verführungsversuchen der Frau ("Tanny" Tien Ni) Yu´s!
Und Yen Nan Fei, der gar nicht tot ist, stellt Fu Hung Hsueh zum Kampf auf Leben und Tod..., in welchen auch 4 der Leibwächter Yu´s eingreifen.

Schließlich kommt es zwischen Fu Hung Hsueh und Yu zum alles entscheidenden Kampf........


Fazit:

Im Jahre 1976 drehte der unermüdliche Chu Yuan diesen weiteren fantasievollen Eastern aus der chinesischen Martial World in den und für die Studios der Shaw Brothers.
In oft düsteren Bildern gehalten..., doch wieder mit dem berühmt-luxuriösen Set-Design der Shaw Brothers, vielen Figuren, kernig-blutigen KungFu- und WuShu-Fights, sowie einem wie immer schneidigen Ti Lung. 
Diesmal brilliert Ti Lung nicht als elegant-nobler Held, sondern als einsamer, harter Kämpfer mit poncho-artigem Umhang und 3-Tage-Bart.

Chu Yuan packt viel in seinen Streifen hinein, nimmt den Betrachter mit auf den Weg seines Helden Ti Lung, der alle Gefahren und Intrigen auf diesem Weg durch die Martial World zu meistern hat. 
Das alles im Set-Interieur der Shaw Brothers, zumeist indoor in den ausgeleuchteten, hübschen Gemächern, und auch draußen, wo ein großer Pavillon im Wasser durch einen Parcours von Brücklein und Stegen zu erreichen ist. Nein, darin lassen sich die Shaw Brothers nicht schlagen.

In all dem siedelt denn Chu eine im Grund-Schema einfache Geschichte an (ein Held im scheinbaren, kurzen Verbund mit einem Gegner, sichert eine begehrte Waffe gegen einen Top-Bösewicht und dessen Schergen, und will zudem diesen Bösewicht ausschalten), die er aber durch etliche Einfälle, Umständlichkeiten, Erotik, teils skurrile Ideen, Nebenkriegsschauplätze mit teils bizarren Figuren und viele blutig-dynamische Fights auf fast 100 Minuten dehnt.

Wie so oft: Weniger wäre auch in diesem Chu Yuan-Movie mehr gewesen, die Regie hätte einiges raffen können, versäumt dies denn einmal mehr.
Doch bleibt man am Ball, und lässt sich von Chu´s Einfällen berieseln, zudem stimmt die KungFu-/WuShu-Action für einen Eastern der fantasievollen Gattung, und Ti Lung ist mal wieder in Bestform. 
"The magic blade" ("Der Todesschlag der Stahlfinger"), gehört noch zu den temporeicheren, besseren Werken Chu´s, dessen Romanverfilmungen oftmals noch überfrachteter als diese hier waren.
Und Chu Yuan bringt seinen Eastern denn noch ins Ziel, hin in ein dramatisches, blutiges Finale..., sogar im Dialog kurz zuvor zwischen Tang Ching und Ti Lung mit philosophischem Ansatz.

Dieser Eastern lebt denn neben der gut gestreuten, dynamischen Martial-Arts-Action auch von seinen Figuren.
Allen voran natürlich Ti Lung, der Solo-Geiger im Orchester Run Run Shaw´s. Oft war er ja der nobel agierende Schwertkämpfer. Hier mit 3-Tage-Bart, oft nihilistischer Einstellung, mit diesem schwarzen Poncho ein bisschen an Clint Eastwood in der Dollar-Trilogie Leone´s erinnernd..., ist er hier der einsame, harte, genügsame Kämpfer.
Es geht nicht um Ruhm und Ehre..., oder gar Geld..., ja noch nicht mal um die Aussicht auf geilen Sex. Denn den hätte Ti Lung´s Figur nicht nur mit Chan Si-Gaai, die sich für eine Schüssel Nudeln verkauft, haben können..., sondern sogar mit der Frau seines Erzfeindes...: "Tanny" Tien Ni.

Denn die will "oben ohne" Ti Lung verführen..., mit klarer Absicht. Doch der Held widersteht..., hätte ICH in der Szene nicht gekonnt.
Kurz zuvor gibt es noch lesbische Liebe zu erleben, mit 2 splitternackten Protagonistinnen..., nur ein paar Sekunden, aber ein netter Einfall.
Ti Lung brilliert zudem noch als WuShu- und KungFu-Fighter..., agil und technisch vollkommen vollführt er seine dynamischen Action-Sequenzen..., und fährt mit seinem tonfa-artig zu führenden Schwert eine blutige Ernte ein!

An seiner Seite Lo Lieh..., in einer besonderen Rolle. Zunächst ein Gegner Ti Lung´s, der diesen endlich stellen und töten will. Dann Gefährte Ti Lung´s..., zunächst..., und Ti Lung lässt es nicht zu, dass dieser "Gefährte auf Zeit" von anderen getötet wird..., denn Lo Lieh und dessen Leben..., ´gehören´ ganz ihm!
Lo spielt das auf die ihm eigene Art..., mit diesem Lächeln, dass eine Verschmelzung von Verschmitztheit und Skrupellosigkeit beinhaltet.

Tang Ching spielt den Ober-Villain..., den seine Machtsucht schon ein wenig irre gemacht hat. Tang spielt das entsprechend. Ching Li gilt es zu beschützen..., und entsprechend weinerlich-hilflos agiert diese Darstellerin.
Als Leibwächter des Villains agieren bekannte Gesichter für einen Shaw-Fan: Lily Li, schön wie immer, Ku Feng ist mal wieder mit von der Partie, und bietet sich mit Ti Lung feinstes swordplay.
Fan Mei-Sheng, Norman Chu und die äußerst attraktive Lau Wai-Ling runden das Bild ab.

Gast-Stars sind ein rasch dahingemeuchelter Ching Miu, Chan Shen gewohnt bärbeißig mit irrsinnigem Blick..., und Teresa Ha Ping gehört als keifig-wirre "Devil Grandma" zu den skurrilen Einfällen in diesem Movie..., so wie der Formations-Kampf auf einem schnell als "Schach-Brett" zurecht gestalteten Platz...!

Die dynamischen, blutig-kernigen WuShu(Waffenkampf)- und KungFu-Fights die immer wieder diesen Streifen durchziehen, halten denn alles zusammen, und den Betrachter bei Laune. Ti Lung bietet denn auch dabei eine brillante Performance..., oft alleine gegen viele..., auch im blutigen Finale.

Mit "The magic blade" ("Der Todesschlag der Stahlfinger") kann denn ein Anhänger solcher Filme und des Studios der Shaw Brothers sehr gut leben, gerade wenn man viele andere Filme Chu Yuan´s kennt.
Ein vollgepackter Eastern, der nicht in all dem überzeugen kann, was man da so zu sehen bekommt..., doch stimmt die Action für einen Eastern dieser Gattung, das Tempo insgesamt auch..., viele Einfälle unterhalten gut, die Frauen sind schön und z.T. zeigefreudig..., und Ti Lung kann ein ums andere Mal brillieren...!


Das reicht für recht ordentliche 7,5/10 Punkte. 

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