In einem amerikanischen Viertel sind Bandenkriege an der Tagesordnung. Erst als die Gewalt völlig eskaliert, beschließen einpaar leidgeplagte Bewohner, selbst zur Waffe zu greifen und eine Bürgerwehr zu gründen...
Es bedarf schon eines alten Haudegens wie der B-Film-Ikone Larry Cohen, um für eine Reunion der ganz besonderen Art zu sorgen: Fred Williamson, Pam Grier, Jim Brown, Richard "Shaft" Roundtree und Ron "Superfly" O´Neal. Und noch dazu Paul Winfield, Wings Hauser, Robert Forster und Charles Napier. Die perfekte Wiederbelebung des Blaxploitation-Genres sollte man meinen, doch ausgerechnet in seiner letzten Regie-Arbeit entschloss sich Cohen dazu, sich mehr dem anspruchsvollen Film zuzuwenden.
So der Streifen kein Old School-Ghetto-Thriller, in dem pausenlos die Knarren gezückt und drauflos geballert wird, sondern ein Drama über das Leben im Hood, das von der tagtäglichen Gewalt regiert wird. Wie realistisch sowas ist, kann freilich nur derjenige beurteilen, welcher selbst mal in solch einer Gegend gelebt hat. Cohen stellt jedoch die Personen und ihre Einzelschicksale in den Vordergrund anstatt die Bleipusten sprechen zu lassen. Lange Zeit passiert erst mal gar nichts, bevor die Vergeltung in Form von aktiver Gegenwehr als die einzig praktikable Lösung erscheint.
Wohl nicht oft durften B-Veteranen wie Brown oder Williamson sich an einer solchen Charakterstudie versuchen wie hier. Der Film ist sehr dialoglastig während die Action schnell ins Hintertreffen gerät. Das geht mitunter schon mal recht zäh von statten und man hätte sich dann doch die eine oder andere etwas drastischere Komponente gewünscht. Ob man "Original Gangstas" als das ganz große politische Statement betrachten kann, sei ebenfalls dahingestellt. Nostalgisch-schön war diese B-Movie-Vollversammlung aber trotzdem.
6 von 10 Punkten.