Love Cinema, eine sechsteilige Filmreihe, gedreht von sechs verschiedenen Regisseuren. Einzige Gemeinsamkeiten der Filme: Alle sind mit Videokameras gedreht und alle sollen die Liebe in ihrer reinen Form darstellen. Dass solch ein Unterfangen unter der Regie von Takashi Miike ein wenig abgefahren ausfällt, überrascht wohl niemanden...
Im Film geht es um eine ziemlich kaputte Familie, jedes Familienmitglied labiler als das andere: Die Tochter ist von zu Hause durchgebrannt, geht auf den Strich und ist sogar bereit mit ihrem Vater zu schlafen, dieser ist ein erfolgloser Fernsehjournalist, der sich nicht um seine Familie kümmert, sein Sohn wird von Schulkameraden aufs Brutalste gehänselt und lässt seinen Frust an der Mutter aus, welche sich in ihre Heroinsucht flüchtet. Doch bald haben sie einen neuen Mitbewohner, den geheimnisvollen Besucher, den eigentlich niemand kennt. Und ausgerechnet dieser Besucher lässt die Familie auf bizarre Weise zusammen wachsen...
Tja, Miike, einige hassen ihn, andere lieben ihn. Ich gehöre zu den anderen. Seine Filme zeugen von einem sehr krassen und absurden Humor, den gewiss nicht jedermann teilen kann und ich muss selbst zugeben, dass das schon ein gewaltiger Haufen an Geschmacklosigkeiten ist, der uns hier präsentiert wird, doch gerade diese absurde Überspitzung ist es, die mir so an dem Film gefällt. Was ich damit sagen will, ist, dass im Prinzip doch nur die typische, auseinander gelebte Familie von heute gezeigt wird, in der jeder seinem eigenen Treiben nachgeht, wenn auch ein wenig ins Perverse gesteigert. Und am Ende schließlich ist doch eine gewisse kranke und verdrehte Moral vorhanden: Nämlich die, dass wir nur dann glücklich werden können, wenn wir zusammen halten und uns lieben.