Review

24. Dezember. Terroristen überfallen einen Atomwaffenstützpunkt. Sie haben es auf die Nuklearbombe COBRA abgesehen. Doch der Techniker Frank (Bryan Genesse) stellt sich ihnen entgegen …

Das alles klingt verdammt bekannt: Heiligabend, Terroristen, ein hilfsbereiter Bulle, ein Oberarsch aus den Behörden (der von der weiblichen Hauptfigur zum Schluss eins aufs Maul kriegt) und statt „Let it Snow“ wird im Abspann „Jingle Bells“ gespielt. Jawohl, das hört sich fast wie „Stirb langsam“ an!
Regisseur John Eyres macht keinen Hehl daraus, von welchem Film er sich für seine Fortsetzung von „Shadowchaser“ so manche Kleinigkeit abgeschaut hat.
Gut geklaut, ist halb gewonnen. Eyres weiß, worauf es ankommt, wenn das Budget zu schmal für ausgefallene Actionszenen ist. Er setzt auf dunkle Gänge, harte Kämpfe und bluttriefende Exekutionen. Einprägsam ist Frank Zagarinos erster Auftritt im Film, wenn er mit seinen Schergen die Angestellten des Stützpunktes in Zeitlupe blutigst über den Haufen ballert.
Was ich dieser Nu-Image-Produktion zu Gute halte muss ist, dass sie nicht auf recycelte Szenen zurückgreift, sondern mit eigenen Special Effects aufwartet. Etwas unsicher bin ich mir nur bei der fast schon zu gut getricksten Flugzeugexplosion. Da ich selbige aber noch nie in irgendeinem anderen Action- oder Katastrophenfilm gesehen habe, dürfte sie wohl ‚hausgemacht’ sein! (Übrigens: Die explodierenden Polizeiautos wurden später für „Deadly Takeover“ (1994) und den besch….nen „Ticker“ (2000) verwendet!)

Bis hierher das Lob, nun zur Kritik.
Das knappe Budget von „Shadowchaser 2“ wird vor allem deutlich, wenn man sich die Ausstattung der Räumlichkeiten des Atomwaffenstützpunktes anschaut. Wie millionenschweres Equipment sehen die paar Rechner und angemalten Campingtische nun wirklich nicht aus!
Dass Eyres für die Rolle des Androiden keinen Schwarzenegger bekommen konnte, ist klar. Aber wieso muss es unbedingt der schwache Frank Zagarino sein?! Zugegeben, er ist als Romulus toll gestylt mit seiner gefärbten Bürstenfrisur, aber darstellerisch ist er eine absolute Flachpfeife. Gleiches gilt übrigens auch für den anderen Nu-Image-Spezi Bryan Genesse!

Fazit:
Sehenswerte, rabiate Action, aber total miese Akteure! John Eyres hat seit Teil 1 auf jeden Fall dazugelernt! 7/10 Punkten.

Details
Ähnliche Filme