Review

Das Gesetz der Fortsetzung, hier gilt es nicht, denn Shadowchaser 2 ist ein ordentliches Stück besser als das Original. Auch hier darf Regiesseur John Eyres wieder auf dem Regiestuhl platz nehmen und man merkt sofort, dass er hier erfahrener an die Sache ran geht. Das Budget ist zwar nicht mehr als in Teil 1, aber trotzdem sieht das Sequel viel professioneller aus. Außerdem kann man mit wirklich harter Action hier punkten. Produziert wird das Filmchen vom Hause Nu Image ( Trevor Short, Danny Dimbort und Avi Lerner ). Da der zweite Teil auch mit Abstand der Härteste der Reihe ist, ist er bei uns natürlich indiziert, aber gott sei dank sogar in der brutaleren Unrated Fassung auf DVD erhältlich.

Inhalt:
Es ist Weihnachten, deshalb gibt es eine große Feier auf dem Atomwaffenstützpunkt Raikon. Hier lagert auch eine Nuklearbombe, welche Cobra genannt wird. Doch auf einmal stürmt der Android Romulus mit seiner Gruppe den Stützpunkt und metzelt alle nieder. Doch er hat nicht mit dem Techniker Frank Meade gerechnet, welcher sich den Terroristen in den Weg stellt. Hilfe bekommt er von der Co Leiterin Laurie Webber und ihrem Sohn Ricky. Zusammen müssen sie die Atomwaffe entschärfen um so eine Katastrophe zu verhindern. Doch sie haben nicht viel Zeit, denn die Army will den kompletten Bunker in die Luft sprengen.

Auch dieses Actionspektakel funktioniert wieder nach dem so beliebten " Stirb langsam Prinzip ". Die Story mit der Nuklearwaffe namens " Cobra " ist auch nur ein kleiner Aufhänger für die brutale Action, natürlich bleiben wir auch hier nicht vor einigen Logiklöchern verschont.
Schon der Anfang kann alle Klischees bieten, als Techniker Frank Meade den kleinen Ricky mitnimmt und die überarbeitete Mutter Frank beschimpft und ihn schließlich feuert. Man weiss hier gleich von Anfang an, was sich anbahnt.
Auch das typische Geplänkel zwischen Sheriff und den Behörden bekommt man hier geboten. Die Behörden wollen das Ding natürlich gleich vernichten, aber dem Sheriff geht es um die Menschenleben und so wird erstmal ordentlich um die Zuständigkeit gestritten.

Aber schließlich schauen wir so einen Film wegen der Action an und die ist mehr als ordentlich. Harte Fights, Explosionen und massenhaft blutige Shootouts. Vor allem als Romulus mit seiner Truppe dir komplette Crew samt Weihnachtsmann blutigst durchsiebt, sind massenhaft blutige Einschüsse zu sehen. ob die Gewaltbereitschaft übertrieben ist, oder zum Film passt, darüber lässt sich streiten. Auch dem armen Frank wird hier einiges abverlangt. Seine Fights sind knallhart und die Terroristen dürfen stets spektakulär und vor allem brutal zur Hölle fahren. Aber Frank muss einges einstecken, vor allem beim Endkampf mit Romulus. Dieser darf hier übrigens wie in Teil 1 wieder in die Luft fliegen.

Shadowchaser 2 sieht für ein B-Movie sehr gut aus, das wenige Budget sieht man dem Film überhaupt nicht an. Sogar die Explosionen sehen echt aus. Sogar eine ganze Passagiermaschine fliegt in die Luft und mittendrin mal massig Polizeiautos.
Auch krankt der Film nicht an der typischen Nu Image Krankheit. Er hat keine Durchhänger, das Tempo wird stets rasant gehalten und der Plot flacht nie ab.
Auch der Stützpunkt selber als Kulisse sieht sehr ordentlich aus. Man hat hier zwar sichtlich zum Teil in einer Fabrik gedreht, hat die Lokalitäten aber auch dementsprechend verändert, damit der Stützpunkt glaubwürdiger aussieht und das mit Erfolg.
Auch beim Score hat man sich viel mehr Mühe als beim Erstling gegeben. Die Sounds passen gut und vor allem gibt es viel Unterschiedlichen.

Frank Zagarino darf auch hier wieder als Android Romulus ran. Bloß hier agiert er nicht ganz so leblos. Er ist viel kaltblütiger und neigt manchmal dazu es mit seiner Rolle etwas zu übertreiben. Passt aber noch gut zum Androidenimage.
Bryan Genesse ist in der sympatischen Rolle des Technikers Frank Meade zu sehen. Diese Rolle steht ihm gut und er schafft es sogar etwas Humor mit einfließen zu lassen. Auch seine Keilereien sind vom Feinsten. Seine beste Heldenrolle neben " Human Timebomb ".
Auch Beth Toussaint als Laurie Weber kann sich sehen lassen und agiert sehr solide.
Man muss dem Movie hier stark anrechnen, dass es keine Totalausfälle gibt und einem auch der junge Ricky nicht auf den Sack geht.

Fazit:
Dieser Teil ist der beste der Reihe. Der Plot ist wie immer flach, klischeereich und voller Logiklöcher. Aber die Action ist klasse und bietet Explosionen, harte Keilereien und blutige Einschüsse vom Feinsten. Darsteller, Kulisse und Score sind auch auf recht hohem Niveau. Sieht für ein B-Movie sehr gut aus und kann auch stetig das hohe Tempo halten.

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