Und weiter gehts bei der Shadowchaser-Saga. War Teil 1 noch ein Rip-Off von Stirb langsam, so ist Teil 2 ein Rip-Off von, äh, *hüstel* Stirb langsam. Allso alles auf Anfang, Romulus in die Bude, besoffenen Footballspieler dazu und ab gehts!
"Hast aber nen geilen Arsch!"
Hätt er nicht zu seiner Chefin sagen sollen und so angepisst wird der besoffene Footballspieler (nein, kein Witz, wieder selbe Figur, anderer Charakter) von der Weihnachtsfeier gefeuert und muss noch einen letzten Job im Keller machen, bevor er sich verziehen darf.
Just in diesem Moment stürmt der gute Frank Zagarino, wasserstoffblond wie immer in die Bude, richtet ein Massaker an und erpresst vor sich hin. Schon gemacht, schon gesehen.
Gleichzeitig sitzt auch noch die Chefin mit ihrem kleinen Sohn rum und versucht sich nicht schnappen zu lassen.
Ja, um es vorweg zu sagen, der Kleine nervt doch ein wenig und warum man dieses blöde Kid in den Streifen quetschen musste? Keine Ahnung.
"Nia---aaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhh!" *rattatatatatatatatatatatattatatat*
Besonders weil der Bodycount im Gegensatz zum Erstling massiv in die Höhe geschraubt wurde und die Shoot Outs dieses mal verdammt blutig rüberkommen, da wir auch noch auf DVD mit einer Unrated Version verwöhnt werden. Hm, lecker!
Auch hat sich bei der Action was getan, so dass John Eyres anscheinend einiges dazugelernt hat und nun oftmals auf Zeitlupen-Einstellungen oder ähnliches setzt, um das Maximum aus dem Budget rauszuhohlen.
Ganz dreißt wird dann nicht nur wieder das große Vorbild geräubert, sondern eigentlich ist es sogar noch ein Remake von Shadowchaser 1, allein die Mann/Frau Kombo weckt einige Erinnerungen an den Erstling.
Ganz im Gegensatz zu Zagarino. War der noch einer der besten "Darsteller", wenn man sie so nennen darf, so wirkt er hier wie ein fünfjähriges ADS-Kind auf Crack, wenn er mit nacktem Oberkörper und großem Grimassieren bleispritzend durch die Gegend watschelt und mit birnig-brandheißen Sprüchen nur so um sich wirft. Großer Trash-Spaß, aber nach der noch halbwegs normal gezeichneten Figur aus dem Vorläufer ein echter Schock.
Warum Romulus wieder da ist? Keine Ahnung, bei der großen Verhaltenstörung tipp ich einfach mal drauf das er das Ende vom Erstling doch überlebt hat, eine Schraube hat er hier nämlich auf jeden Fall locker. Mindestens Eine.
Abgesehen von dem nervigen Kind kann man noch den zeitweiligen Leerlauf kritisieren, da im Gegensatz zu Teil 1 hier die "Nicht-Action-Szenen" zum großen Teil einfach nur langweilen und man sich auf die nächste Knallerszene freut.
Bryan Genesse liefert auch eine ordentliche Darbietung als Held ab und darf auch jeden Kampf mit einem netten Finishing-Move beenden. Passt.
Fazit: In der Action mächtig aufgepumpt macht hier oft das Drumherum nicht so viel Spaß und man wartet nur auf das nächste Ka-Boom. Und es gibt ein nerviges Kind.
Dafür bietet Zagarinos "Acting" (haha) großen Trash-Spaß und wenn entflammte Kerle in slowmo durch die Gegend gekickt werden regt man sich auch nicht mehr sonderlich stark darüber auf, dass der Rest der Handlung unterste 08/15-Schublade ist.