Review

Eine Gruppe von Terroristen stürmt unter der Führung eines Androiden eine US-Raketenbasis während die Belegschaft einer Weihnachtsfeier frönt. Sämtliche Wissenschaftler und Angestellte werden schlussendlich getötet, bis nur noch ein gerade erst gekündigter Mechaniker mit einem Alkoholproblem, die stellvertretende Leiterin der Basis, die für die Kündigung verantwortlich war, und deren Sohn übrig sind. Zusammen nehmen sie den ungleichen Kampf gegen die Terroristen auf....

Dieser Film stellt ein ganz interessantes Phänomen dar, ist er doch einer der wirklich wenigen Beweise dafür, dass auch storytechnisch wirklich dumpf & stumpf daherkommende Actionfilme (zudem noch mit Sci-Fi-Elementen) dennoch überaus unterhaltsam sein können.

Die schon erwähnte "Story" ist natürlich ein schlechter Witz. Zum einen hat der Androide den ersten Teil dieser Reihe schonmal gar nicht "überlebt". Zum anderen fragt sich der geneigte Zuschauer natürlich irgendwann, warum die Bande von Terroristen dieses ganze Szenario überhaupt inszeniert - noch dazu eben unter der Leitung dieses Androiden. Diese Frage wird aber witzigerweise nie beantwortet! Man hat zwar brav bei "grösseren Vorbilder" entsprechender Stirb Langsam-Klone abgeschaut und kommt mit der üblichen Forderung zur Freilassung einiger inhaftierter Kameraden, welche natürlich nur die wahre Absicht verschleiern soll - letztere wird im Film aber in keinster Weise erklärt. Was wollen die Jungs eigentlich? Geld? Macht? Ruhm? Die Weltherrschaft? Alles zusammen? Man weiss es nicht....

Ist aber eigentlich auch gar nicht so wichtig ;-). Es ist halt nur die schon zuvor angesprochene, übliche Stirb Langsam-Thematik versetzt mit etwas Science Fiction.
Was an einem B-Actioner zählt, ist schlussendlich ja nunmal die Action. Und die ist reichhaltig vorhanden und zudem sogar noch ziemlich brutal ausgefallen. Alleine schon die Stürmung der Weihnachtsfeier ist ein wahres Festival der blutigen Einschüsse - in einer entsprechenden komplett ungeschnittenen Fassung versteht sich.
Aber auch die restlichen Actionszenen wissen zu überzeugen. Viel Härte, viel Kra-Wumm, viel halbveredelte Optik, viel Zeitlupe - so wie man(n) es gern hat. Und das Ganze auch ziemlich kontinuierlich, Langeweile kommt eigentlich nie auf.

Darstellerisch gibt es nicht viel hervorzuheben. Bryan Genesse macht eine ganz akzeptable Figur, die weibliche Hauptrolle sowieso ;-), deren Sohnemann fällt gar nicht genug auf, um allzusehr nerven zu können - ein entsprechender Part wird ja dann und wann gerne schonmal in einen Film dieses Genres eingebaut; hier glücklicherweise nicht.
Die bösen Jungs (und Mädels) sind auch allesamt sehr böse und damit qualifiziert. Die einzige doch ab und an merkwürdige Darstellungsweise legt Frank Zagarino als Androide an den Tag. Generell kennt man die Intention, die hinter seinem entschlossenen Handeln steht, schonmal gar nicht, darüber hinaus wirkt die eine oder andere Grimasse dann auch schonmal etwas überzogen bis lächerlich. Wenn er lachend und sich hin- und herdrehend mit einer Uzi im "Dauerfeurmodus" auf jemanden losballert z.B. (kommt im Film zweimal vor). Sieht doch etwas, naja, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig aus.

Rundherum also ein gewöhnlicher Actionthriller nach bewährten Mustern mit ein paar leicht ungewöhnlichen Elementen, der durch seine klar überdurchschnittlichen und durchgängig sehr brutalen Actionszenen zu überzeugen weiss. Nix für anspruchsvolle Gemüter, da vollkommen befreit von intelligenten Inhalten, aber jedem wärmstens ans Herz zu legen, der auf Action der härteren Gangart steht. Allerdings darauf achten, dass man die Unrated-Fassung bekommt. Gänzlich abzuraten ist von der deutschen FSK 18-Schnittfassung, hier ist nahezu sämtliche harte und weniger harte Gewaltdarstellung säuberlichst entfernt worden. 8/10

Details
Ähnliche Filme