Review

Die Dokumentation von Franz X. Gernstl ist schon etwas eigenwillig. Ich glaube nicht, das viele Nicht-Bayern diese Art der Unterhaltung verstehen. Gernstl hat einen besonderen Charme, den zu verstehen es wichtig ist für das Gesamtverständnis des Films.

Was man bei den Zusammenschnitten der 20 jährigen Erkundungsfahrt durch Deutschland und Nachbarstaaten zu sehen bekommt, ist eigentlich sehr einfach, aber doch sowas von interessant. Gernstl hat "wichtige" Leute gefunden, von denen er sich eine Geschichte erzählen lässt. Selbst, wenn die Geschichten noch so abstruß sind, er zieht es nie ins Lächerliche, er wahrt immer eine gewisse Haltung, eben einen gewissen Charme. Das macht einem Gernstl auch so nah.

Abgefahren ist eigentlich alles an dem Film, nicht nur die Menschen, die Gernstl trifft, sondern auch Gernstl und seine Crew selber. Man ertappt sich schon des öfteren dabei, dass man auch in die Versuchung kommt, sich so ein Leben, das Gernstl in den letzten 20 Jahren gelebt hat, vorzustellen. Man wird irgendwie neidisch...

Gernstl's Reisen ist ein Exot auf dem Kinohimmel, der gepaart mit der Freiluftatmosphäre, die zur Zeit ein Muss ist für jeden Kinogänger (wer will sich bei 35 Grad schon in einen Kinosaal setzen), ein rießiges Erlebnis ist für jeden, egal ob alt oder jung.

Ich kann es nur jedem empfehlen, sich in Gernstl's Reisen zu wagen, denn der Film ist mehr als vier verschiedenfarbige Busse, ein Mikrophon und eine Kamera...es ist das Finden des Glücks!

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