Review

„Blood Deep“ ist das leider reichlich misslungene Regiedebüt des US-Amerikaners Todd S. Kniss, das im Jahre 2005 veröffentlicht wurde. Es handelt sich dabei um eine wenig ausgegorene Mischung aus Mystery-Thriller und Slasher, die nicht so recht funktionieren will.

Was grundsätzlich mit einer Rückblende in die Kindheit der Protagonisten (allesamt Twens) interessant beginnt, wird anschließend hoffnungslos von den viel zu vielen eingeführten und weitestgehend uninteressanten Charakteren zerlabert, so dass man als Zuschauer bald sowohl die Orientierung als auch das Interesse verliert. Die Morde hingegen hat man in vielen anderen reinrassigen Slashern auch schon wesentlich kreativer und vor allem expliziter gesehen und dass der Grund für den pathologischen Schaden des Killers in einer Familientragödie zu finden ist, ist nun auch alles andere als innovativ.

Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass man aus der Grundidee einen durchaus soliden und unterhaltsamen Genrebeitrag hätte machen können, hätte man gewusst, wie so etwas geht. Dieses Ergebnis hinterlässt aber den Eindruck, als hätte man ein an sich stimmiges Konzept gehabt, das in ein spannendes Drehbuch umzusetzen und gekonnt zu inszenieren man mangels Erfahrung nicht in der Lage war. Schade, denn die Kameraarbeit beispielsweise weiß tatsächlich zu überzeugen und ist dadurch noch der größte Pluspunkt dieses Films.

Fazit: Gewisse Ambitionen sind erkennbar, zu einem zumindest durchschnittlichen Filmerlebnis reicht das allein aber (noch) nicht (ganz).

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