Der Medizin-Student Adam Schmidt erhält eines Tages eine Email mit der Aufforderung, eine isoliert in den Rocky Mountains gelegene Berg-Hütte aufzusuchen. Kaum angekommen trifft er auf den dort arbeitenden Wissenschaftler Vick, der es geschafft hat, ein Serum zu entwickeln, mit dem man Tote glatt wieder zum Leben erwecken kann. Adam ist begeistert und Feuer und Flamme für den Vorschlag Vicks, ihn als Assistent bei seinen Forschungen zu unterstützen... worauf hin dieser ihn erstmal mit einem Drahtseil erwürgt und seine Leiche über Nacht draußen lagert, wo das Wunder-Mittel in Verbindung mit Kälte sein Werk tut. Als Adam am nächsten Morgen tatsächlich wieder zu sich kommt, ist dies der Beginn für eine schmerzhafte Tortur, denn um die Kinderkrankheiten seines Serums zu beheben, ist es nötig, dass Vick ihn wieder und wieder ins Jenseits befördert und darauf hin reanimiert. Allerdings bringt der Tod auch einige Nebenwirkungen mit sich, mit denen der Wissenschaftler nicht gerechnet hat... Philip Chidels "Subject Two" hätte vom Thema her durchaus das Zeug zum "Re-Animator" für das neue Jahrtausend gehabt, allerdings hat man es dann doch irgendwie gepackt, die kammerspielartige Chose in einer zermürbenden Flut von Dialogen untergehen zu lassen, die einem jegliche Freude am Ansehen nehmen. Zudem fehlt es hier an den notwendigen, breit ausgespielten Splatter-Szenen des Vorbilds und jedem noch so kleinen Anflug von Humor (ob nun freiwillig oder unfreiwillig), weswegen diese technisch gut gehandhabte Independent-Produktion zwar angenehm reif rüberkommt, die nicht besonders fesselnde Handlung aber elendig schleifen lässt. Kurz gesagt, hier passiert einfach wieder mal nichts von Belang, weswegen der völlig steril-fade Eindruck, den man von dem Film gewinnt, unter Garantie nicht nur auf das schneeweiße Berg-Setting zurückzuführen ist. So hangelt sich Chidel, der auch das Drehbuch geschrieben hat, auf mäßig unterhaltsame Art von einem Tod Adams zum nächsten, ohne auch nur im Geringsten am Aufbau eines vernünftigen Spannungs-Bogens interessiert zu sein. Die ethischen und moralischen Fragen, die sich aus der konstanten Wiedererweckungs-Orgie ergeben, bleiben dabei völlig unbeachtet, was einen vermuten lässt, dass hier eine per se gute Idee wieder nicht auf ihr volles Potential hin gemolken wurde. Das ständige Hin und Her zwischen den beiden Hauptfiguren kennzeichnet das Ganze zudem auch eher als frostiges Drama denn als waschechten Horrorfilm und bei aller Liebe, die hübsche Szenerie allein macht die anderthalb Stunden Laufzeit nun wirklich nicht voll. Der obligatorische Schluss-Gag sorgt dann zudem dafür, dass man "Subject Two" je nach Betrachtungsweise sowohl als missglückten Mad Scientist-Streifen à la "Frankenstein" & Co als auch bizarre Zombie-Variante sehen kann. Dadurch wird dieses Solala-Filmchen aber auch nicht unbedingt zum Hit.
4/10