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Gute Fantasy – Filme sind leider Mangelware. Daran kann auch „Minotaurus“ leider nichts ändern. Im Gegenteil. Was z.B. in „Dungeons & Dragons 2“ in einer guten Fortsetzung doch recht ansehnlich war, mangelt es „Minotaurus“ doch an so ziemlich allem was einem einen gewissen Unterhaltungswert beschert.

Die Story klingt zu Beginn noch recht vielversprechend. Ein zu Fleisch und Blut, wenn auch nur in Form einer Stierähnlichen Bestie, emporgehobener Gott gelüstet es von Zeit zu Zeit nach jungem schmackhaftem Fleisch. Zu Hause befindet er sich in einem Labyrinth unterhalb eines Tempels.
Der sich eigentlich auf der Suche nach seiner verschwundenen großen Liebe, Schäfer sein Name, befindenden Held macht sich sogleich daran der Gottheit Einhalt zu gewähren. Das dies jedoch nicht immer spannend sein muss, liegt zum einen an dem doch recht Ideenlos gestaltetem Labyrinth sowie auch der zum Teil doch sehr erheblichen Logikfehler. So ist z.B. das Labyrinth auf einer Karte sehr übersichtlich und nicht gerade groß dargestellt. Jedoch bleibt es sich den auf der Flucht sich befindenden verwehrt irgendwo einen Ausgang zu finden. Aus der Story an sich hätte man wohl doch etwas mehr herausholen können.

Die Leistung der Darsteller trägt auch in keinster Weise zum gelingen bei. Mit großer Bravour schafft es der Hauptdarsteller in meinen Augen den typischen Antihelden zu verkörpern. Dialoge, vor allem Sinnvolle, erhofft man sich auch vergebens. So gut wie nach jedem der wenig vorhandenen, segnet einer von beiden das Zeitliche. Auch diesbezüglich nichts neues. Die weibliche Hauptdarstellerin ist zumindest rein optisch gesehen mehr als überzeugend, schauspielerisch aber nur Mittelmäßig. Ebenso wie der Rest derer die sich durch immer und immer wieder dieselben Ecken des Tunnels zwängen, kriechen und scheinbar nur am schreien sind. Zum Teil wirkt letzteres einfach nur noch Nervtötend und Langweilig.

Einer der wenigen Pluspunkte, die den Film nicht ganz in der Versenkung verschwinden lassen, sind zum einen doch die ganz akzeptablen Effekte sowie ein ganz nett in Szene gesetztes Biest, welches sich als Gottheit emporhebt, oder genauer gesagt, ausgibt. Dies alles Angesichts dessen dass es sich hierbei um einen Astreinen B-Movie handelt.

Alles in allem ist „Minotaurus“ jedoch als ein eher bescheidenes Werk aus der Fantasy – Horror – Ecke zu sehen. Die einzige Spannung besteht darauf zu warten bis endlich die Schlussszene kommen mag und die Story ist daher auch dementsprechend Langweilig und Dünn. Auch die Darsteller können dabei nicht überzeugen. Keine Zeitverschwendung, aber nur im äußersten Notfall vor der totalen Langweile des üblichen TV-Programms zu empfehlen.

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