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In Kreta lebte zur Bronzezeit der Stiergott Minotaurus, halb Mensch, halb Stier, im Labyrinth unter dem Palast von Minos. Dieser fordert regelmäßig Menschenopfer. Die Krieger ziehen regelmäßig aus in die Dörfer, um junge Opfer zu hohlen. Eine alte Wahrsagerin prophezeite Theos, dass seine Geliebte, die vor einem Jahr dem Minotaurus geopfert wurde, noch im Labyrinth lebt und dass er den grausamen Stiergott töten soll. Er lässt sich mit 7 weiteren Dorfbewohnern als Opfer zum Palast bringen, um sich seinem Schicksal zu stellen.

Die Neuverwurstung der guten alten Historienschinken geht weiter. Nach dem die Gebiete Rom (die letzte Legion), Troja, Macedonien (Alexander), Ägypten und die Griechen/Spartaner (sorry meinte natürlich Spartiaken) durchgeackert sind, müssen nun die Minoer aus Kreta dran glauben. Bis auf die Karthager dürfte der Mittelmeerraum mittlerweile filmtechnisch abgearbeitet sein.Minotaurus ist ein Direct-to-Video Produkt das im Kino wohl auch nicht allzu viel Kohle abgeworfen hätte. Alles hier wirkt irgendwie auch billig, die Sets aus Pappmaschee (schreibt man das so?), die Kamera hält die ganze Szenerie lieber im halbdunkeln, als auch die Schauspieler. Die bekanntesten Namen im Cast dürften wohl Rutger Hauer und Tony Todd sein, wobei der gute alte Rutger bereits nach ca. 10 Minuten sich aus dem Film verabschiedet und seine Gage einstreicht. Der Minotaurus wirkt bei seinen kurzen Auftritten dafür ordentlich animiert, doch nach der Legende Halb-Stier und Halb-Mensch, ist dieser hier ein reines Tier und hat mich irgendwie an ein halbverwestes Mammut erinnert.

Fazit: ein bißchen Fantasy, ein wenig Historie, ein wenig 10-kleine-Negerlein Slasher, der Film bietet nix halbes und nix ganzes, muß man nicht gesehen haben. By the Way war da nicht in der Sage von Ariadne und dem Faden die Rede, hab ich nichts bemerkt vom im Film. 3,5/10

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