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Bei einer Underground-Party in Louisiana wird ein mit Drogen abgefüllter Student von Vampirfledermäusen unbemerkt getötet. Zwei seiner Freunde stehen unter Mordverdacht und werden verhaftet. Die Biologielehrerin Maddy Rierdon setzt sich für die beiden ein und untersucht die Leiche. Die Verletzungen deuten auf Tiere hin, doch erst als sich weitere Todesopfer finden werden die Studenten entlastet. Schon bald offenbart sich die wahre Bedrohung, riesige Schwärme von Vampirfledermäusen greifen einen Vergnügungsdampfer an und attackieren bei einer weiteren Underground-Party die Gäste. Da die Polizei mit der Situation überfordert ist sucht Maddy Rierdon mit einigen Studenten nach einer Lösung.

Ja wo ist er, der Batman, wenn man ihn wirklich braucht, denn seine kleinen Artverwandten sorgen in diesem TV Film für jede Menge Unruhe. Das wird sich wohl auch Xena aka Lucy Lawless gefragt haben, als sie sich der Invasion der blutsaugenden Fledermäuse gegenüber sah. Zumindest kann man konstatieren, das sich Vampire Bats ein wenig gegen den Fernsehfilm Einerlei zur Wehr setzt und nicht auf überflüssige Rührseligkeiten setzt, sondern versucht die ganze Geschichte einigermaßen spannend aufzuziehen und nicht in langwierigen Dialogen zu ertrinken zu lassen.
Zunächst mal startet man mit eher gemäßigtem Setup auf dem Leben der Campus Party-Gesellschaft wie schätzungsweise Myriaden von anderen Projekten ähnlicher Art. Bißchen Geilheit hier, ein wenig Drogen da, mit anderen Worten die erste halbe Stunde ist völlig für die Katz. Zwecks Suspense sieht man von den Flattertieren zunächst mal rein gar nichts, mal sind ein paar Hochfrequenzgeräusche zu hören, aber ansonsten bleibt Vampire Bats in der Domäne des Homo Sapiens. Hier erwischt es mal einen Studenten, da ein paar Fischer des nächtens auf dem See, aber alles läuft nach normalen Tierhorrorbahnen ab.
Ursache des ganzen ist mal wieder Umweltverschmutzung, das heißt es gibt zum Film mal wieder die gratis Ökomessage dazu geliefert, allerdings liegt hier die wirkliche Überraschung des Films verborgen. Der Bürgermeister der Gemeinde scheint zunächst ein schleimiger Nixblicker Marke superkorrupt zu sein und entpuppt sich schlußendlich doch noch als Guter, damit hatte ich nicht mehr gerechnet und fand den turn doch recht erfrischend. Auch einige Charaktere versuchte man aus den Klauen des Stereotypismus zu reißen, wie die Studenten die für die finale Idee der Ent-Flugmäuse-Aktion zuständig waren sogar im Laufe der Geschichte ein wenig an Farbe gewinnen.
Die Darsteller kann man als knapp paßt schon kategorisieren, ab und an wird auch mal ein wenig Blut vergossen, aber natürlich streng nach Vorschrift des TV-Kodex, Spannung kommt eiigermaßen rüber, aber wer auf Blutsauger steht, sollte doch wohl eher bei Dracula und Konsorten anklopfen.
4/10 

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