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CHOPPER kommt einem vor wie der australische TAXI DRIVER, denn in beiden Filmen geht es um einen Soziopathen mit verdrehter Moral. Die von Eric Bana zugegebenermaßen großartig gespielte Hauptfigur ist vom Carakter her nur schwer einzuordnen: Sie ist unfassbar abgebrüht, auch mal ruhig und zuvorkommend, dann aber wieder aufbrausend und unglaublich brutal. Vermutlich soll Chopper einfach nur komplett psychopathisch und unberechenbar rüberkommen. Verständnis kann man für ihn jedoch nie wirklich aufbringen. Seine Wutausbrüche enden meist in krasser, hyperrealistischer Gewalt. Da wird man als Zuschauer oft eiskalt erwischt. Eine weitere Facette Choppers ist seine Überheblichkeit, die sich wohl dadurch erklären lässt, dass der Film auf dem autobiografischen Bestseller eines Knastis und selbstverliebten Hochstaplers, der einen wahren Kult um seine Person und seine Verbrechen inszenierte, basiert.

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