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In einem Hochsicherheitstrakt wird ein rumänischer Mann mit seltsamen Tattoo eingeliefert. Zur gleichen Zeit kommt eine neue Wächterin (Jennifer Lee Wiggins / Draculas Curse) in dem Gefängnis an, die bald feststellen muss, was hinter dem ausländischen und schweigsamen Tattoowierten steckt. Ein durch ein Medaillon zur Monsterbestie umwandelbarer Handlanger der Mafia auf der Suche nach einem Komplizen. Und so bald bricht auch schon der Terror aus...

Shapeshifter ist einer dieser typischen billigen Direct to Video Produktionen, die sich eines auf die Stirn schreiben: Niveaulos aber blutig. Klar, hier versucht man an allen Ecken und Kanten aus der total bescheuerten Story etwas rauszuholen, aber so billiger Survivalhorror in einem Hochsicherheitsgefängnis war in Dead Men walking schon langweilig. Und in all seinen Sparten ist dieser Film auch mit eben erwähntem vergleichbar. Filmtechnisch ausserordentlich solide, so verliert es aber alles an Atmosphäre, sofern denn vorhanden, da man wohl mit deutlich schnellen Schnitten beschäftigt ist. Dieser Film ist dann einer dieser Sorte, der vollkommen cool rüberkommen will und einfach bloss peinlich belanglos ist. Die Charaktere bemühen sich in ihre gemalten Rollen zu schlüpfen und selbst ein wenig Tiefgang ist da auch zu verzeichnen, aber wen interessiert das in einem mal wieder total uninspirierten Übermonstermetzelfilm ohne jegliche Logik? Da wird uns dann die übertapfere Wächterin vorgestellt, als Antiheldin soll das wohl Symphatie erwecken. Und ja, es geht gut, aber was bringt das alles, wenn der Film nahtlos auf der Stelle steht? Die ersten Morde an dem Wachpersonal sehen dann zwar noch interessant und gelungen aus, trotz schneller Schnitte und hundsmiserablen CGI, doch danach verläuft alles im uninteressanten Storyaufbau. Da Erklärungen, da verzweifelte Versuche den Charakteren und der Story Leben und Dramaturgie einzubauen. Das alles ist viel zu gewollt und da hapert es eben an allen Ecken und Kanten, vorallem wie soll man einen Film ernst nehmen, in dem in einem vermeintlichen Hochsicherheitstrakt Sicherheitstüren beschädigt sind und man durch marode Gitter flüchten kann. Löchriges Drehbuch oder eifnach nur einfältiger C-Horror? Beides kann man wohl sagen, doch ganz ansehnlich ist das Ganze dann dennoch. Für die neue und unverbrauchte Generation ist dieses substanzlose Filmchen vielleicht noch recht cooler Stoff, sofern man denn bei solchen Filmen keine Glanzleistungen erwartet. Aber gewarnt sei man ohnehin, auch als Gorehound wird man hier sicherlich nicht wirklich befriedigt, auch wenn es dann und wann mal ordentlich bratzelt, dann aber immer auf dem selben Niveau. Einfallslos, unexplizit und eben voller schneller Schnitte. Grausam. So wird sich dann einfallslos durch die Insassen gefressen bis bloss noch die vermeintlichen Antihelden übrig bleiben. Fein gemacht...wirklich fein. Der Score tut sich zwar schwer Spannung zu erzeugen, doch auch das kann da nichts mehr retten, einen vollkommen banalen Schnellschussfilm vor sich zu haben.

Fazit:
Eben total belangloser Möchtegernsplatter der soliden aber dennoch billigen Sorte. Bisschen CGI, ein paar zweifelhafte Versuche Dramaturgie zu erzeugen und den ganzen löchrigen Plot zu übertünschen und ein total hässlich aussehendes Monster.

Beim besten Willen noch 41%

Vergleichbar:
- Bloody Highway
- Dead Men walking
- City of the Dead
- Draculas Curse

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