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Chauffeur und Hausmädchen einer reichen englischen Familie wollen gemeinsam mit einem einschlägig Vorbestraften den Sprössling ihrer Arbeitgeber entführen, um ein Lösegeld zu erpressen.
Dieser hat aber gerade als neues Haustier eine giftige Mamba erhalten, welche aus ihrer Transportbox entkommt. Und so entwickelt sich der durchdachte Plan zu einem Fiasko.
Da die Entführung fehlschlägt, sitzen die drei Entführer, der Sohnemann und sein Grossvater im Haus fest. Die Polizei hat davor Stellung bezogen und die Verhandlungen beginnen.

Der britische Thriller von 1981 ist erstaunlich spannend geraten.
Im Grunde handelt es sich um einen klassischen Geiselnahme-Film, der durch das Einbringen einer Giftschlange eine interessante neue Komponente erhält.

Niemand im Haus weiß, wo sich die Schlange gerade befindet,
selbst der Zuschauer wird vom Regisseur gerne auf die falsche Fährte geführt. Hin und wieder wird aus der Perspektive des Reptils gefilmt, dann wieder taucht die Schlange  unvermittelt auf, was für so manchen Schreckmoment sorgt. Die Angriffe und Bisse sind toll montiert.

Aber auch die Psycho-Duelle zwischen Entführern und Polizei sind keineswegs langweilig, Klaus Kinski kann hier als Chefentführer seine ganze Routine ausspielen. Ebenso Oliver Reed als sein Komplize, der gerne mal ausrastet und eindeutig irrer daherkommt.
Sogar einige recht derbe Szenen sind zu bewundern, ohne dass der Bogen überspannt wird.

Der Ausgang ist zwar vorhersehbar und im Schlussakkord auch etwas zu theatralisch ausgefallen (hier darf Kinski sich selbst spielen), aber insgesamt ist der Film solide, spannend und kurzweilig.

Da auch die deutsche Synchronisation durchweg gelungen ist,
steht einem Videoabend mit Klaus Kinski und schwarzer Mamba  nichts im Wege.

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