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Rap-Legende Snoop Dogg ist, in einem Comic-Strip, in eine Schießerei verwickelt. Dummerweise trifft er dabei seine kleine Schwester, die an einem Kopfschuss verstirbt. Daraufhin tritt der Teufel an Snoop heran und bietet ihm eine einmalige Gelegenheit: Sein Leben für das seiner Schwester. Da Snoop das Angebot annimmt, moderiert er als lebender Toter durch drei Kurzgeschichten.

Trotz schlimmer Vorahnungen und der Meinung das Snoopy maximal halb so ein cooler abgefuckter Nigga ist, für den er sich selbst hält, verlief Hood of Horror doch ziemlich kurzweilig. In einem mittelmäßigen Comic Intro werden drei Kurzgeschichten angekündigt, die uns armen Zuschauern mal wieder das Blut gefrieren lassen sollen. Hat bei Anthalogy Horror Filmchen bisher ja meist eher nicht funktioniert.
Die erste Geschichte handelt von einer jungen Frau, die sich an ein paar Graffitti Homies rächen möchte, von einem alten Knacker (Danny Trejo sollte dringend mal wieder seinen Avon Berater konsultieren) ein magisches Tattoo bekommt und die Bad Guy durch übermalen ihrer Tags tötet. Es gibt recht brutale und sogar originelle Kills, aber irgendwie ist die kleine Rachenummer eher sinnfrei.
Teil zwei beschäftigt sich mit einem Rassisten Vollarsch nebst Freundin (optisch sehr an Paris Hilton erinnernd inklusive angewachsenen Zwergpinscher), der ein Jahr in der Hood verbringen muß um das Erbe seines Vaters, den er nebenbei selbst überfahren hat, anzutreten. Dazu muß er sich bei vier schwarzen aber netten Veteranen einnisten und macht den armen Kerlen das Leben zur Hölle. Spaßig ist hier vor allem die Kaviarabfütterung und natürlich die Befriedigung als der Yuppiedreckspatz sein Fett abbekommt.
Die letzte Mär handelt von einem Rapper im Karriere- und Egohöhenflug, der Schuld am Tod seines besten Kumpels war und hierfür blutig die Quittung bekommt. Ganz ok, aber jetzt nichts wirklich Großartiges.
Man muß bei dem Hintergrund natürlich nicht überrascht sein das hier mit Fluchwörtern um sich geworfen wird, als gäbe es kein Morgen. Ich mußte sogar googeln, was denn jetzt genau Homies und OG´s (Original Gangsters) sind, werde wohl doch langsam alt. Immerhin sind die Stories gut besetzt, man erkennt viele alte Bekannte wieder, da fehlt eigentlich nur noch Ice-T im Cast. Trotzdem bleibt immer noch das klassische Problem bei solchen Anthology Filmen, nämlich die unterschiedliche Qualität seiner einzelnen Episoden.
Es gibt drei Segmente, die sich genau aufteilen in ganz witzig, mittelmäßig und irgendwie doof und zwar in der subjektiven Reihenfolge 2,3,1. Das Ende ist noch ganz witzig, wenn der Doggyman das Fazit rappt und viele der beteiligten Darsteller fleißig mitschunkeln. Alles zusammengerührt kommt aber doch nur Durchschnitt bei raus.
5/10

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