Review
von Warbeast
Alles in Allem ein eher durchschnittlich- bis schlechter Film. Aber fangen wir mal von vorne an.
Wie das in vielen Horrorfilmen so üblich ist, fängt das Ganze mit dem Exempel-Mord einer unwichtigen Person an. Alles natürlich ganz gruselig, unheimlich und unerwartet!!
Danach geht es weiter. Die Story beginnt mit den Prüfungen und geht mit der Vorstellung der einzelnen Charakteren weiter. Es wird der Plan gefasst, in ein öffentliches Schwimmbad einzubrechen und dort die inoffizielle Abi-Feier zu machen. Dort wird dann natürlich wieder nach Schema-F einer nach dem anderen abgemurkst und am Schluss sind noch wenige über, die den Täter zur Strecke bringen.
Die Schauspieler sind so lala. Eher mittelmäßig bis schlecht. Die Dialoge (samt Synchro) sind auch nicht gerade berauschend. Die Story ist auch keinesfalls neu, was in anderen Filmen im Wald passiert, passiert hier einfach in einem Schwimmbad. Etwas unrealistisch jedoch ist, dass man aus dem Schwimmbad nicht fliehen kann und es erst so viele Opfer gibt, bevor überhaupt alle von der Situation in Kenntnis gesetzt worden sind. Dass die handelnden Personen in so einer Situation auch nicht auf die Idee kommen, mal zu überlegen, wer der Täter ist, ist ebenfalls unrealistisch. So laufen sie (teilweise) paarweise oder alleine weg und lassen sich einer nach dem anderen abschlachten.
Nun zu dem, was eher positiv am Film ist: Die Gore-Einlagen. Fallen die meisten Morde zwar eher nicht allzu blutig aus oder geschehen eher im Off, so gibt es doch einige sehr schöne und kranke Ideen (Ein Mädchen rutscht die Rutsche herunter, der Killer steckt unten seine Machete durch und ZACK, sie rutscht rein). Die Tatwaffe ist hier jedoch nur eine Machete und somit auch eher geklaut.
Atmosphäre gibt es leider kaum, Swimming Pool ist eher ein durchschnittlicher Streifen, der lediglich durch die Kills im Film überzeugen kann. Die Auflösung des Ganzen ist übrigens auch nichts, was sonderlich überrascht - setzt sich der Zuschauer mit den einzelnen Charakteren genug auseinander, kommt er von selber drauf. Was dem Ganzen noch die Krone aufsetzt, ist die Verkleidung des Täters, die an ein billiges Halloween-Kostüm mit entsprechender Maske erinnert. Das Motiv des Täters ist übrigens zwar nachvollziehbar, aber ebenfalls nicht sehr realistisch. Dass ein Mensch durch soziale Ungerechtigkeit bzw. Körbe von verschiedenen Mädchen gleich zum Mörder wird, ist ja wohl eher unwahrscheinlich.
In einem Slasher-Streifen von realistisch und unrealistisch zu sprechen ist natürlich Unfug. Daher kriegt dieser ansich ja doch manchmal ganz unterhaltsame Streifen, wegen der recht guten zweiten Hälfte und den Kills 6 / 10 Punkten.