Review

Die Kritik beruht auf der ungeschnittenen DVD von Universal Pictures Germany!

Mit "Swimming Pool - Der Tod feiert mit" haben wir es mit einem trashigen B-Movie zu tun und einem weiteren Versuch, den deutschen Horrorfilm in hiesigen Kinos zu etablieren. Heraus kam dabei ein blutiger Slasher mit deutlichen Anleihen an den großen US-Vorbildern und einer Zuschauerzahl von 60 000 Kinobesuchern - ein Ergebnis, mit dem die Produzenten sicherlich nicht zufrieden waren.

Aus Kostengründen in Tschechien produziert, zur Hälfte davon in Prag, mit internationalen Jungschauspielern besetzt, in Englisch gedreht und für die deutsche Auswertung teilweise sehr schlecht synchronisiert, kann "Swimming Pool" vor allem in der ersten Hälfte weniger durch Spannung punkten, als vielmehr durch schlechte schauspielerische Leistungen, noch schlechtere Dialoge und einer theatralischen Musikuntermalung, die in einem Teenie-Horrorfilm nichts su suchen hat. Teilweise sind manche Szenen so absurd, dass man als Zuschauer sein Lachen nicht verkneifen kann.

Das luxoriöse Schwimmbad ist eine Location, die es als Schauplatz einer Teenie-Metzelei noch nicht gab und bietet somit auch genug Anlaß, den für Slasher notwendigen Gehalt an "Titten und Ärschen" ausreichend zu erfüllen.

"Swimming Pool" hält sich konsequent an die Regeln des Genre und reiht ein Klischee an das andere. Die Clique rund um Gregor besteht zum größten Teil aus verantwortungslosen, hochnäsigen und arroganten Kids reicher Eltern und wecken keinerlei Sympathien beim Zuschauer.

Der Killer hinter der Maske ist - wer 1 und 1 ohne Probleme addieren kann - schnell ausgemacht und es bedarf auch keiner großen Kombinationsgabe, um seine Motive zu entlarven.

Die Überraschung bezüglich der Identität des Macheten-Killers geht in der 76. Minuten im mittlerweile blutroten Wasser des Pools unter.

Trotzdem gewinnt der Slasher in der zweiten Hälfte deutlich an Tempo und die Metzeleien mit der Machete sind nicht nur blutig, sondern auch teilweise sehr spannend ausgefallen. Zusätzlich erreichen die Szenen im Lüftungsschacht eine klaustrophobische Atmosphäre, auch wenn solche Szenen aus anderen Filmen bekannt sind.

Unfreiwillige Komik und Dialoge auf niedrigem Niveau brechen hin und wieder das blutige Treiben, doch überwiegt in der zweiten Hälfte eindeutig der Unterhaltungswert.

Für eine deutsche B-Movie-Produktion im Endeffekt gar nicht mal so schlecht, wie der Anfang dieses Slashers befürchten läßt.

6 von 10 Seepferdchen!

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