Gepanzerte Künstliche Intelligenz auf vier Beinen und ausser Kontrolle. Das ist ganz mein Ding...dachte ich. Doch schon die erste Sequenz des Films holte unvermeidbar die Erinnerung in mir hoch, wie es war, als ich das erste Mal in eine Tiefkühlpizza biss. Oder anders gesagt: "Das ist kein Jim Beam!"
Zur Story (Spoiler sind unvermeidbar):
Seit den 60ern forschte ein Team an Kampfrobotern, um bei einem Fronteinsatz die eigenen menschlichen Verlusste zu minimieren. Das Militär möchte nun endlich Ergebnisse sehen und drängt die Wissenschaftler zwei Prototypen zu bauen, bevor die Programmierung wirklich ausgereift ist. Bei den ersten Tests laufen die Maschienen bereits Amok. Sie werden abgeschaltet und samt Wissenschaftler-Team per Flugzeug aus dem Testgelände ausgeflogen, um die Programmierung zu überarbeiten. Das Flugzeug fliegt durch ein Unwetter und die Roboter werden durch das Geschüttel aktiviert. Sie bringen die Crew und fast alle Wissenschaftler um und (not)landen den Jet auf einer einsamen Insel. Das Militär weiß nicht wirklich, was passiert ist und schickt eine kleine Einheit Seals und eine Wissenschaftlerin auf die Insel, um die -mit konventionellen Schusswaffen unzerstörbaren- Roboter mit dem Prototyp einer Laserwaffe ausser Gefecht zu setzen, ohne die Roboter zu zerstören. Gleichzeitig verirren sich ein paar flüchtige Gangster auf die Insel.Seals begegnen Gangster. Einige Leute werden von den Roboter getötet. Jedoch nicht mit der gleichen Hartneckigkeit, wie beim ersten Testlauf, da die Roboter viel zu sehr damit beschäftigt sind, von der Insel zu fliehen. Die Seals verlieren schon beim ersten Kontakt mit den Robotern ihren Laser und merken, dass sie keine Chance haben, die Blechkisten ausser Gefecht zu setzen. Leider haben sie einen Helikopter und auch ihr Funkgerät verloren und müssen einen Weg finden, die Insel zu verlassen, bevor das Militär -als ultima ratio- die gesamte Insel bombardiert. Zu dem müssen sie verhindern, dass die Roboter vorzeitig die Insel verlassen.
Hört sich eigentlich nicht so schlecht an, wenn die ganze Story nicht mit Logikfehlern durchtränkt wäre:Wir erfahren nicht, warum die Roboter beim ersten Testlauf deaktiviert werden konnten, auf der Insel jedoch nur durch einen Laser, dessen Funktionsweise völlig unklar ist, deaktiviert werden können. Wir erfahren nicht, seit wann normale Pistolen über 40 Schuss -ohne nachzuladen- abgeben können. Wir erfahren nicht, warum die Seals überhaupt auf die Roboter schießen, obwohl ihnen zunächst erzählt wird, dass es völlig sinnlos wäre. Wir erfahren nicht, wie die Roboter navigieren können, obwohl ihre Kameras verdeckt sind. Wir erfahren nicht, wie sie mit ihren groben Scherengreifern und ohne Lötkolben unter anderem Modifikationen an elektronischen Bauteilen vornehmen konnten. Wir erfahren nicht, warum.... nein, das wäre jetzt zuviel verraten.
Der Film hätte weitaus besser sein können, wenn die Story besser durchdacht gewesen wäre. Ein weiteres Manko ist der Schnitt. Es wird von Anfang an zuviel gezeigt, was kaum Spannung aufkommen lässt. Einige der sinnlosen Dialoge sind einfach zu lang und bremsen das Tempo des Films extrem aus.Fazit: Ein interessanter Story-Ansatz, leider völlig verpatzt.