Child of Mine – Teuflische Brut
(Koch Media)
Two little girls… one evil secret! Der Untertitel „Teuflische Brut“ für diese hervorragende “Direct-to-Video” – Veröffentlichung ist nicht unbedingt besonnen gewählt, impliziert er dem Konsumenten doch gleich, dass man in diesem Film nicht bei den Waltons gelandet ist. Andererseits beeinflusst er die Wahrnehmung so, dass man sich in der ersten Hälfte des Streifens der gewollten Sogwirkung, und damit der storymäßigen Tendenz gerne hingibt, sich in eine bestimmte Richtung lenken zu lassen. Das Londoner Ehepaar Tess (Joanne Whalley, Tod im Spiegel) und Alfie (Adrian Dunbar, The crying Game) können keine eigenen Kinder bekommen, und um die psychisch labilen Tess nicht noch weiter in einer weiteren Krise versinken zu lassen, werden aus dem fernen Kanada in einer halb-legalen Adoption die beiden kleinen Mädchen Grace und Heather (Hannah Lochner, wirkte schon in dem Dawn of the Dead – Remake überzeugend böse!!!), deren leibliche Mutter ermordet wurde, nach England geholt. Schon bald entwickelt sich ein subtiler Psycho-Thrill, denn Heather zeigt ziemlich unangenehme Seiten, und bringt die Kinderpsychologin Tess recht schnell an ihre erzieherischen Grenzen. Diese Grenzen werden von dem Mädchen mit einer sadistischen Freude und einer wahren Boshaftigkeit überschritten, so dass in Tess alsbald ein böser Verdacht keimt.Überraschend spannend und geradlinig baut diese britische Produktion, die bis in die Nebenrollen mit sehr überzeugenden Darstellern besetzt wurde, einen Spannungsbogen auf, des der Film bis zum überraschenden Finale halten kann. Bild und Ton bieten hervorragende Werte, es waren keinerlei Bildfehler zu bemerken, der Ton, gerade mit der DTS-Tonspur bot ein gutes räumliches Hörvergnügen. Die Extras beschränkten sich auf Trailer plus Trailershow und einer Bildergalerie. Alles in allem ein wirklich überraschend spannender und klar strukturierter Thriller, der mit einigen guten Wendungen zu überzeugen weiß!
CFS
07/10