Auf Island entkommen Professor Shepard und einige Studenten nur knapp einem Vulkanausbruch. Die Eruption lässt den Geologen befürchten, dass an der umstrittenen "Exodus"-Theorie seines Mentors Oscar etwas dran ist: Demnach stehen weltweit weitere Vulkanausbrüche bevor. Die Politik stellt angesichts der Warnungen natürlich wieder die Ohren auf Durchzug.
Katastrophenursache soll also heute mal die Magma sein, also feige Lava, die sich lieber unter der Oberfläche versteckt, als hervorzutreten. Ehrensache das das ganze Projekt unter DTV firmiert und ein Budget auf Erdbodenniveau hat. Zwar gibt der Film vor in solch exotischen Locations wie Island, Japan, Kolumbien und Ecuador zu spielen, aber ich trinke freiwillig einen Liter Magma sollte auch nur irgendjemand aus der Crew amerikanischen Boden verlassen haben.
Ansonsten spielt sich das ganze mal wieder nach Schema F ab, ein Professor und ein Rudel hormonüberfluteter Studenten entdecken Unregelmäßigkeiten im flüssigen Erdinneren, Professorchen hat natürlich auch persönliche Probleme mit seinem Eheweibi, die ebenso natürlich am Ende wieder geflickt werden. Und nochmal ebenso natürlich ist er der einzige mit seiner Horde Halbwüchsiger der in der Lage ist, das Exodus Problem (uh, oh, hatte ich Furcht, als der Name das erste Mal fiel) zu erkennen und zu bekämpfen, da offensichtlich auf dem großen Erdball keine Experten auf diesem Gebiet vorhanden sind (sind die Profis aus Volcano oder Dante´s Peak denn schon in Rente?). Meine persönliche Lieblingsszene ist die als zwei Studentenmeisterhirne in einem Stollen von Magma bedroht werden und einer der beiden ernstlich erschrocken feststellt das dies ein von Magma gegrabener Tunnel sei und sie somit in akuter Lebensgefahr seien, allerdings hat der Torfkopp dabei nicht gesehen, das direkt neben seinem Kopf eine Grubenlampe hängt und im Hintergrund deutlich Stützbalken zu sehen sind, einfach göttlich.
So wurschtelt sich der Film weiterhin kostengünstig dahin, von den angeblichen weltweiten Katastrophen bekommt man natürlich absolut nada zu sehen, Erdstöße werden durch wildes rumgefuchtele mit der Kamera simuliert, die aber generell auch sonst Hektik mit Spannung zu verwechseln scheint. Die Darsteller sind dabei zurecht noch nie mit einem Oscar belohnt worden und über die schwachbrüstige CGI kann man sich entweder amüsieren oder einen Eimer Mitleid ausschütten. Mag ma Magma? Nicht wirklich, aber es gibt Schlimmeres.
3/10