Review

Ein netter, kleiner Thriller, der leider viel zu sehr in Vergessenheit geraten ist.
Stacy Keach, der viele Hochs und Tiefs in seiner Karriere hatte, überzeugt hier überaus als Trucker mit zuviel Phantasie und einer Macke fürs Geschichtenausdenken, die ihn mehr und mehr in Schwierigkeit bringt. Jamie Lee Curtis war zu dieser Zeit noch ganz die populäre Scream Queen und kann hier mal etwas anderes zeigen, obwohl ihre Szenen wesentlich kleiner ausfallen.
Highlight ist vor allem die ruhige, die beeindruckende Landschaft ausleuchtende Inszenierung, die gut zum Ausdruck bringt, wie leicht man in der totalen Einsamkeit dieses Jobs einen leichten Haschmich bekommen kann. Tatsächlich ist dann auch Quids Idee, ausgerechnet diesen Autofahrer als Serienkiller zu verdächtigen zunächst weit hergeholt. Doch die daraus resultierende Fixierung und die vielen seltsamen Zufälle schaffen es, auch den Zuschauer immer mehr zu verwirren. Am Ende weiß man nicht mehr, ob Keach einfach nur irre ist, oder ob er völlig richtig liegt.
Absoluter Höhepunkt ist dann die Szene, in der Keach seinen Schweinehälftentruck durchsucht, weil er sowohl den Mörder als auch eine Leiche darin vermutet. Eine morbide Szenerie, die ähnlich wie die Schlußszene in "Rosemary's Baby" den Schluß unterschwellig erzeugt, man habe da etwas hängen sehen, was aber nicht so ist. Darüber hinaus gibts noch einen heftigen Schlußgag.
Dramatisch erst ausufernd, wird der Film zum Ende hin zunehmend dichter und spannender und ist für "Hitcher"-Fans durchweg zu empfehlen.
Ein Film, einmal nicht vom Reißbrett, aber qualitativ hochwertig, ohne daß das Blut literweise spritzt. Psychologischer Horror von ansprechender Intensität (7,5/10).

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