Inhalt:
Korea, während der japanischen Besatzung (1910 - 1945). Eine junge Frau ist im Besitz der Hälfte einer Landkarte, die zu einem Schatz bestehend aus Goldbarren, führt.
Diesen will die Dame der koreanischen Befreiungs-Armee übergeben. Allerdings sind auch etliche Gangster hinter der Karte und dem Gold her. So wie ein exzellenter KungFu-Fighter (Hwang Jang Lee), und ein anderer, sehr junger KungFu-Kämpfer (Charles Han), der in die Sache hineingezogen wird.
Nach etlichen Wirren, Intrigen und der Entführung der jungen Frau, entdeckt einer (Kim Ki-Ju) der Gangster das Versteck der Goldbarren. Doch kommt es dann zum Show-Down, zum Kampf auf Leben oder Tod, zwischen den beiden Fightern -die ihre Kräfte endlich gebündelt zu haben scheinen- und dem Gerissensten ("Richard" Nam Chung-il) der Gangster.
Jedoch ist danach der Kampf um das Gold noch nicht beendet...!
Kritik:
Über den Regisseur dieses Films gibt es verschiedene Angaben. Zwar taucht der Name Lee Hyeok-su in diversen Publikationen auf, in den Credits während des Vorspanns wird jedoch Godfrey Ho als Regisseur dieses Films gelistet. Also muss man davon ausgehen, dass Vielfilmer Ho diesen Streifen dirigierte. Auch bezüglich der Filmgesellschaft gibt es differierende Angaben, laut hkmdb.com ist dies "IFD Films & Arts Ltd.", in den Credits ist "Asso Asia" und der Produzent Thomas Tang genannt, das dürfte also eher stimmen.
Im Jahre 1981 also realisierte Godfrey Ho diesen leider insgesamt eher schwachen KungFu-Actioner mit Eastern-SuperStar Hwang Jang Lee in der Hauptrolle. Eher schwach in Szene gesetzt, weil "Buddhist Fist and Tiger Claws" eine ziemlich dünne, dafür verworrene Handlung besitzt, was den Streifen für den Betrachter zäh macht. Eine gute Note kann sich dieser Eastern somit nicht mehr sichern, das ist klar. Diese Jagd nach einer Karte und Goldbarren, mit etlichen Gangstern und 2 KungFu-Fightern die letztlich konkurrierend agieren, ist nicht klar strukturiert, somit diffus inszeniert. Und nur die KungFu-Action haut die Sache, vor allem zum Ende, raus.
Die Atmosphäre ist denn auch eher lau, in x-beliebigen Locations und Kulissen, anfangs irgendwo in der koreanischen Feldmark gedreht, kommt dieser Streifen denn natürlich im billigen B-Look daher. Zudem soll der Film ja zwischen 1910 und 1945 spielen, als Korea zum japanischen Kaiserreich gehörte, aber alle haben lange Haare und sind im Stile der 1970er/frühe 1980er Jahre gekleidet, die Requisiten sind auch eher aus dieser Zeit. Auch das zeigt, dass eben eher Godfrey Ho, der in seinen vielen Eastern denn eher kein guter Geschichten-Erzähler war, hier Regie führte.
Hwang Jang Lee hat hier die Hauptrolle, kein strahlender Held hier, eher eigennützig und letztlich habgierig. Die laute Lache ist fast Overacting, dafür ist Hwang Jang Lee ein exzellenter Kampfkünstler, die Action ist das, weshalb man ihn denn hier eher gerne sieht, wieder seine schönen High-Kicks.
Der Darsteller Charles "Charlie" Han Yong-Cheol ist nicht direkt sein Partner hier, spielt einen jungen, introvertierten Mann der in die Sache widerwillig hineingezogen wird. Entsprechend ist sein Spiel denn eher steif, oft guckt er traurig-down, wirkt er fast teilnahmslos-lustlos. Auch das kommt nicht so prall für den Betrachter, doch auch hier galt mehr die KungFu-Action, da kommt der Darsteller mehr aus sich raus, gleichwohl seine Figur eher ungern kämpfen mag.
Die Gangster, die Villains, sind stilisiert gezeichnet, und agieren in wenig gehaltvollen Rollenbildern. Richtig kernig skrupellos, richtig böse kommt da keiner so recht rüber. "Richard" Nam Chung-il ist sowas wie der oberste Schurke, ein unbekannter südkoreanischer Darsteller, der im Endfight mit den "Guten" im Pas de Trois des KungFu, immerhin für ein Highlight in der KungFu-Action sorgt.
Kim Ki-Ju ist eines der bekannteren Gesichter in dieser Produktion, mit Krückstock wirkt seine Figur arglos, doch das ist eine -eher laue- Finte.
Eine junge, unbekannte Darstellerin ist in der weiblichen Rolle zu sehen, ganz hübsch, doch glatt-blutleer. Zwar zieht sie blank, die Szene ist unterschnitten, bietet aber auch sonst keine erotisch prickelnde oder gar heiße Nuance in Godfrey Hos Werk.
Was den Film noch auf eine durchschnittliche Note bringt, ist die KungFu-Fightaction. Die Fights sind außer im Finale "1 vs. 4+"-Kämpfe, was Drive in die Sache bringt, rasant-dynamische KungFu-Action, schöne Techniken, viele Kicks, Hwang Jang Lee und auch Charles Han zeigen was sie so drauf haben.
Am Ende dann KungFu-Fightaction-Total, in gelblich-felsiger Landschaft, was dann auch atmosphärisch gelungener ist. Erst HWL und Charlie im Verbund gegen Nam Chung-il, als Pas de Trois des KungFu, dann noch ein abschließendes Duell, also ein zweigeteilter Show-Down, was am Ende noch mehr KungFu-Action bedeutet. Das Beste an Godfrey Ho´s Eastern, der insgesamt kein Highlight des Genres ist.
Die KungFu-Action rockt "Buddhist Fist and Tiger Claws" noch auf Durchschnitts-Niveau, und wegen der KungFu-Fights sieht man sich als Fan des Genres ja einen Eastern an.
5/10.