Der "aufstrebende" Serienkiller Leslie Vernon wird von einem Kamerteam begleitet (Man bites dog lässt grüßen !). In einer Art "homestory" plaudert er aus dem Nähkästchen und gibt bereitwillig Einblick in seine aufwändigen Vorbereitungen für ein kurz bevorstehendes Teenager-Massaker in einem alten Farmhaus.
Der mit viel Vorschusslorbeeren angepriesene Slasher kann trotz des verschobenen Blickwinkels und einigen satirischen Elementen leider nicht voll überzeugen.
Die komplette erste Stunde geht für Interviewsequenzen des Kamerateams drauf. Leslie spricht dabei über sein Killer-Dasein als sei es ein ganz normaler Beruf. Hierbei gelingt dem Film dann auch der ein oder andere satirische Seitenhieb auf Slasherklischees (sinngemäß: „es ist verdammt anstrengend mit dem rennenden Opfer Schritt zu halten, wenn man selbst nur bedrohlich schleichen darf“). Für eine vollwertige Persiflage auf „Freitag der 13. + Co.“ reicht das hingegen noch lange nicht aus. Zu wenig Lacher oder auch nur Schmunzler verteilen sich auf zu viel Laufzeit. Behind the mask plätschert volle zwei Drittel ohne größeren Unterhaltungswert vor sich hin.
Wesentlich besser ist diese Gradwanderung aus „Veräppelung und Verehrung“ des Slashergenres seinerzeit Wes Craven mit Scream gelungen. Behind the mask hätte seinen satirischen Witz schon deutlich früher mit einigen Kills + Thrills paaren müssen.
Ein unglaubwürdiger Twist sorgt dann aber doch noch für ein wesentlich unterhaltsameres und vor allem blutigeres Schlussdrittel. Die Journalistin bekommt pünktlich zum Finale plötzlich Skrupel und möchte die Teenager vor dem Killer warnen.
Innerhalb des Farmhauses tritt das Kamerateam aus seiner Passivität heraus und kämpft wie die Gruppe Teenager ums nackte Überleben. Eigentlich sollte mich jetzt ein amüsantes Deja-Vu-Gefühl beschleichen, weil der Killer die Abfolge des Massakers zuvor erklärt hatte; doch auch hier vermag die plumpe Inszenierung die Spannung kaum über Durchschnittniveau zu heben. Die inhaltlichen Überraschungen sind auch kaum der Rede wert.
Robert Englund hat zwischendurch einige sehr alberne Kurzauftritte. Der Killer wird hingegen glaubwürdig und charismatisch von Nathan Baesel verkörpert.
Fazit :
Für eine vollwertige Satire reicht es genauso wenig, wie für einen deftig-blutigen Slasher.
Schade, um die paar wirklich witzigen Einfälle.
05/10 Punkte