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Jason, Freddy und Michael sind die großen Vorbilder von Leslie Vernon. Der zukünftige Serienkiller hat das Filmteam um Journalistin Taylor eingeladen, bei seiner geplanten Mordnacht live dabei zu sein ...

"Behind the Mask" will sehr clever sein. Jason Voorhees, Freddy Krueger und Michael Myers überlassen angeblich nichts dem Zufall. Genau wie Leslie Vernon. Mit dokumentarischer Handkamera begleitet das Filmteam die Vorbereitungen; von der Auswahl der Opfer bis zur Manipulation des Tatortes. Serienkiller ist ein Beruf, genau wie jeder andere. Das wird uns hier erzählt - und es gibt tatsächlich freilaufende Serienkiller, die sich zur Ruhe gesetzt haben und ein normales Leben führen.
"Behind the Mask" nimmt also das Slasher-Genre gehörig auf die Schippe und scheitert leider an zu wenig guten Einfällen und arger Vorhersehbarkeit.

Spätestens wenn der Begriff Survivor Girl ins Spiel kommt, braucht man als erfahrener Genre-Kenner keine zwei Sekunden, und man hat die (dem Zuschauer als "Überraschung" verkaufte) Pointe im blutleeren Finale schon eine Stunde vorher erraten.
Überhaupt ist das letzte Drittel des Films ein typischer 08/15-Slasher geworden, der weder für Spannung sorgt, noch deftige Effekte bietet. Warum die FSK hier "keine Jugendfreigabe" attestierte, kann ich kaum nachvollziehen. Sämtliche Morde geschehen im Off bzw. außerhalb des Bildes oder aus weiter Entfernung gefilmt. Dabei bedient sich Leslie Vernon den üblichen Hilfsmitteln. Leider versprüht der Killer in seiner Maske keinerlei Charme; von der Überlegenheit eines Jason ist er obendrein so weit entfernt wie die Erde von der Sonne.

Pluspunkte sammelt der Film ausschließlich in der selbstironischen ersten Hälfte - und verschenkt sie allesamt in der zweiten.
Lustig: der Kurzauftritt von Jason-Darsteller Kane Hodder und die Gastrolle von Robert Englund als Dr. Loomis-Verschnitt. 4/10 Punkten.

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