Review

Handlung:
Lieutenant Jeff Knight kommt frisch von der Militärakademie nach Vietnam. Schnell bekommt er mit, dass der Krieg nicht wie in den Lehrbüchern ist. Er wird verwundet und muss eine kurze Auszeit nehmen.
Als er zurück in die Schlacht kommt, trägt er die Verantwortung und muss mit seinem Platoon weiterhin eine wichtige Stellung halten.

Meinung:
Weder die Namen Aaron Norris und Michael Dudikoff, noch die Produktionsfirma Cannon stehen für anspruchsvolles Kino. Wer also hier einen Film wie Platoon, offenkundig Vorbild des Films, oder andere große Vietnamklassiker erwartet, der liegt natürlich voll daneben.
Platoon Leader bietet überwiegend genau die 80er Jahre B-Action, die man erwartet. Soll heißen, dass es durchaus blutige Schießereien gibt, genauso wie knallharte Typen, die auch mal kernige Machosprüche bringen. Inszenatorisch ist das alles routiniert, ohne dabei je wirklich zu glänzen. Klassische 80er Action halt, die Fans erfreuen wird, aber weit davon entfernt ist, neue Maßstäbe zu setzen. Ich kann mit sowas Spaß haben, wird aber Nicht-Fans kaum vom Hocker hauen.
Was Platoon Leader nun etwas von der Masse ähnlicher Filme absetzt, ist, dass er tatsächlich etwas Emotionen und ernstere Themen einbaut. Klar, es ist oft eher oberflächlich, aber der Film ist bei weitem nicht so stumpf wie z.B. Missing in Action. Themen wie Rassismus, Drogenprobleme oder Verrohung in Anbetracht all des Krieges kommen vor und verleihen dem Film einen besseren Tiefgang als anderen Kriegsactionern der 80er.

Kurzum:
Gelungener 80er B-Actioner im Vietnam-Setting, der etwas über die durchschnittliche Rambo-Männer-Fantasie hinausgeht.

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