Alle Kurzkommentare


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Wieder mal ein Fall von: Hätten die ihn nicht verboten, dann hätte er hierzulande erst gar keine Aufmerksamkeit erlangt. Der alte Geheimdienstexploiter ist nur mit italienischem O-Ton zu bekommen, darum sind mir sämtliche Feinheiten (?) der Handlung entgangen. Außer Frage steht jedoch, dass das Kriegs- und Actiondrama mit seinen größtenteils mit Schauspielern nachgestellten Szenen und den paar hineingestreuten echten Dokuaufnahmen ganz in der Tradition reißerischer Mondos steht und nicht als ernstzunehmende oder wachrüttelnde Reportage durchgehen kann. CIA und FBI kriegen eine volle Breitseite ab, wenn populistisch und einseitig gegen die imperialistischen USA gewettert wird, wie sie überall in der Welt grausam foltern, morden und intervenieren. Der Wahrheitsgehalt ist selbstredend äußerst fraglich. Aus heutiger Sicht ist auch das obskure Ende, wo die WTC-Türme bluten, unangenehm anzusehen.

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"Faccia di spia" ist ein mal langweiliger, mal abartiger Möchtegern-Mondo. Insgesamt wäre das Ganze keiner Erwähnung würdig, wäre da nicht etwa nach der Hälfte der Spielzeit eine extram grafische und widerwärtige Foltersequenz, in der Hände abgeschlagen, Augen ausgestochen und Harnröhren versengt werden. Die hier gezeigten Greueltaten dürften selbst den abgebrühtesten Genrekenner schlucken lassen, unterstreichen im Endeffekt aber nur, dass "Faccia di spia" nichts als ein exploitatives Gewaltfilmchen mit vorgeschobenem dokumentarischen Charakter ist.

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