Bei der Befreiung eines amerikanischen Politikers, der sich in der Gewalt des Drogenbarons Salvatore befindet, muss der Ranger Rifkin zurückgelassen werden. Es besteht keine Möglichkeit, ihn zu befreien. Monate später: Der Rangertruppe um Captain Murphy wird als erster ein modifizierter Stealth-Bomber zur Verfügung gestellt, ein fast zwei Milliarden Dollar teures High-Tech-Flugzeug, das für Radarschirme so gut wie unsichtbar ist. Das ermöglicht den Rangers, praktisch unerkannt hinter feindlichen Linien zu landen und verdeckte Operationen auszuführen. Als erstes soll der Drogenbaron Salvatore getötet und Rifkin befreit werden. Kaum im Feindesgebiet gelandet, läuft alles schief. Dazu kommt noch ein Feind in den eigenen Reihen.
Fred Olen Ray dirigiert, Jim Wynorski produziert, Phoenician Entertainment finanziert und dazu noch ein Baldwin in der Hauptrolle und selbst da auch ausgerechnet der blöde Daniel Baldwin. Jeder einzelne dieser Faktoren ist so ziemlich ein einziger Flopgarant, aber dann gleich alle zusammen oder andersrum gefragt, wie tot kann eine Filmgeburt schon vor Drehbeginn eigentlich sein?
Aber auch von den ungünstigen Vorausbedingungen abgesehen ist Active Stealth ein ziemlicher Rohrkrepierer Marke billig und nix wert. Was ich bei Phoenician seit jeher nicht abkann, ist das dreiste Geklaue von ganzen Szenen aus Big Budget Filmen, was bei den Jungs ja schon beinahe als Ehrensache gilt. Auch hier heißt es wieder, alle Flugszenen und großen Explosionen wurden ihnen präsentiert von Klau und Söhne, für mich ist und bleibt das Beschiß am zahlenden Kunden.
Der Rest der Story, der tatsächlich sogar für diesen Film gemacht wurde, ist aber sonst auch keinen Schuß Pulver wert. Wir haben den dicklichen Helden mit Gratistrauma und nervigem Geplänkel mit seiner Ehefrau soll Kumpel aus der zentralamerikanischen Pampa nach einem Jahr evakuieren und läuft in eine Falle, die wohl jeder vorausahnt der schon mal den Begriff Stockholm Syndrom gehört hat (paßt hier nicht ganz, aber sinngemäß).
Warum der ganze Schwurbel überhaupt ab 18 ist, kann man wohl nur als marketingstrategische Maßnahme bezeichnen, denn außer eher sinnlosen Shootouts gibt's eigentlich nichts, was nicht auch 16jährige mental beeinflussen würde. Die geklauten Szenen nehme ich wie immer nicht in die Bewertung mit ein und so bleibt nur ein ziemlicher Langweiler mit mäßig engagierten Darstellern über, dessen Grottigkeit leider dem entspricht, was das Cover vorausahnen läßt.
2/10