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Zum dritten mal darf sich das Publikum bei einem Wallace "gruseln". Der Scheck-Fälscher Clay Shelton (Otto Collin) wird bei einem erneuten Betrugsversuch in einer Bank gefaßt. Weil bei der Aktion allerdings ein Polizist von ihm erschoßen wird, verurteilt man Shelton zum Tode. Kurz vor der Hinrichtung spricht er einen Fluch aus, das "die Galgenhand" sich alle die holen wird die für seine Verhaftung und Verurteilung verantwortlich sind. Und tatsächlich geschehen schon bald die ersten Morde und an den Tatorten wird eine unheimliche, Shelton ähnlich sehende Gestalt gesehen. Als Chefinspektor Long (Joachim Fuchsberger) den Sarg Sheltons öffnen läßt, finden sich darin nur Ziegelsteine und eine Totesliste.
Long versucht nun alles die restlichen Überlebenden vor dem Tod zu bewahren. Doch Shelton ist ihm immer einen Schritt voraus. und schon bald sieht es für den "Wetter" Long, so sein Spitzname, selbst äußerst schlecht aus.

Der dritte Film der Reihe war gleichzeitig der Erste bei dem, zumindest für damalige Verhältnisse, gruselige Stimmung aufkam. Klar, aus heutiger Sicht wirkt das alles eher komisch als gruselig, aber irgendwie kann man das Publikum von damals durchaus verstehen.
Joachim Fuchsberger ist zum ersten mal im Dienste von Scotland Yard. (Im "Frosch" war er ja nur Hobby-Schnüffler). Zum ersten Mal dabei als "Jungfaru in Nöten", Karin Dor. Was auch daran lag, das ihr damaliger Ehemann, Harald Reinl, Regie führte. Er besetzte sie meistens in seinen Filmen.
Eddi Arent, als Polizeifotograf der weder Blut noch Leichen sehen kann ("Früher hab' ich Tiere fotografiert. Das macht Spaß, das macht Freude!"), legte erstmals die zurückhaltende Komik der vorangegangen Filme ab. Ebenfalls mit dabei die "üblichen Verdächtigen" wie Dieter Eppler, Ulrich Beiger, Fritz Rasp und Ernst- Fritz Fürbinger zum dritten und letzten Mal als Sir Archibald, Chef vom Yard. Karl-Georg Saebisch, der Inspektor aus dem "roten Kreis" spielte dieses mal eines der potentiellen Opfer. Als Hotel Besitzer Cravel war Alf Marholm dabei.Übrigens der spätere Verwaltungsdirektor Mühlmann in der ZDF- "Schwarzwaldklinik".
Zu guter letzt gab die unvergessene Elisabeth Flickenschildt ihr Debut bei Wallace. Als Mrs. Revelstoke war sie einfach gut.
Alles in allem einer der absolut besten Filme aus der Edgar Wallace Reihe. Einfach nur zu empfehlen.
Tja und die auflösung ist, besonders wenn man es nicht weiß, auch eine kleine Überraschung.

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