Review

Der Film über den ugandischen Diktator Amin und dessen Leibarzt Nicholas Garrigan klingt leider interessanter als er wirklich ist. Denn irgendwie fehlt dem Ganzen etwas die Struktur, es wechseln sich wenige eindringliche Szenen leider mit zu vielen oberflächlichen Szenen ab.
Forest Whitaker liefert als Amin zwar eine recht gute Vorstellung ab, sein Gegenüber James McAvoy bleibt in der klischeelastigen Rolle des jungen Arztes allerdings eher blass. Auch das Drehbuch offenbart so manche Schwächen: so ist die Herzlichkeit und Kumpanei, die Amin Garrigan anfänglich entgegenbringt geradezu naiv dargestellt, etwas weniger dick aufgetragen hätte es glaubwürdiger gemacht, wenn er später dann sein wahres Gesicht offenbart. Dazu kommen Garrigan´s "Beinahe-Affäre" mit der Ärztin sowie seine Affäre mit einer von Amin´s Frauen (die er auch noch schwängert) - unnötige, weil unglaubwürdige Szenen, die den Film eine Menge Ernsthaftigkeit einbüßen lassen. Überhaupt mangelt es dem Film streckenweise zu sehr an Ernsthaftigkeit (was sich beispielsweise auch an der teilweise sehr unpassenden Musik zeigt) - möglicherweise zwar ein gewollter Kontrast, der jedoch nicht als solcher rüberkommt. Zu inkonsequent schwankt das Ganze einfach zwischen "seriös" und "banal".
So bleibt am Ende eine sehr gute Leistung von Whitaker, die allerdings auch nicht sooo überragend ist, als dass sie den Film alleine tragen könnte.

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