Das einst von dem genialen Wissenschaftler Sebastian Caine entwickelte Unsichtbarkeits-Serum (siehe "Hollow Man - Unsichtbare Gefahr") findet nun Verwendung innerhalb eines geheimen Militär-Programms, mit dem der skrupellose Projekt-Leiter Dr. William Reisner den perfekten Killer erschaffen will. Seitdem der Special Forces-Soldat Michael Griffin als Versuchskaninchen unsichtbar gespritzt wurde, dreht dieser jedoch mental ganz schön am Rad und sieht sich aufgrund seines transparenten Zustands zudem auch einem rapiden Zellverfall ausgesetzt, weswegen er nun die Wissenschaftlerin Maggie Dalton terrorisiert, damit diese ihm ein Gegenmittel zusammenpanscht... wofür der Unsichtbare natürlich bereit ist, über Leichen zu gehen. Nachdem der irre Griffin die Partnerin des zur Bewachung von Dr. Dalton abkommandierten Bullen Frank Turner abmurkst, wird dieser so richtig sauer und spritzt sich selbst ebenfalls die Unsichtbarkeits-Soße, um quasi Feuer mit Feuer zu bekämpfen... Für Christian Slater, der in diesem Sequel zu Paul Verhoevens "Hollow Man - Unsichtbare Gefahr" den einigermaßen namhaften Ersatz für Kevin Bacon macht, war das hier bestimmt leicht verdientes Geld, denn dieser taucht nur in zwei kurzen Szenen sichtbar auf und absolviert seine übrigen Auftritte lediglich per Voiceover... was einem doch 'ne ganz gute Vorstellung von dem schmalen Produktions-Rahmen der Angelegenheit vermittelt. Bei "Hollow Man 2" handelt es sich nämlich lediglich um eine jener zahlreichen billigen Fortsetzungen zu einem bekannten Titel, mit denen Sony in den Nullerjahren die Regale der Videotheken und Kaufhäuser befüllt hat und die sich mal echt keine besonders große Mühe gegeben haben, die Geschichten ihrer Vorgänger sinnvoll weiterzuerzählen. Andererseits: Was gab es da am Ende von "Hollow Man - Unsichtbare Gefahr" schon großartig weiterzuerzählen? Eben, nix! Das Ganze ist dann auch mehr ein lauwarmer Aufguss einer dünnen Maniac-on-the-Loose-Storyline geworden, bei denen der Psychopath halt nur zur Abwechslung mal unsichtbar ist und die man von ihrem Gehalt her eigentlich eher in irgendeinem unterbelichteten Science-Fiction-Schrott aus den 50er Jahren vermutet hätte... und die der für Paul Verhoeven auf dem Regie-Stuhl eingewechselte Schweizer Claudio Fäh natürlich auch nicht vergleichbar gut im Griff hat: Die Action ist da ziemlich lau, abseits ihrer knappen Brutalo-Momente verbreitet die Chose nichts als Langeweile und die Spezial-Effekte rund um die Unsichtbarkeit sind da natürlich auch nicht mehr so gut wie die im ersten Teil... mal abgesehen von den wenigen F/X-Shots, die kackdreist aus diesem recycelt wurden und von denen man wohl angenommen hat, dass das niemandem auffallen würde, wenn man einen hässlichen Farbfilter drüberlegt. Also, bitte weitergehen, hier gibt's (im wahrsten Wortsinn) nix zu sehen...
3/10