Olaf Ittenbach und sein Klan parodieren Dokumentationen und Ratgeber.
Den meisten Horror-und Splatterfans dürfte Olaf Ittenbach wohl durch Filme wie "Premutos" oder "Beyond the Limits" bekannt sein. Mit seiner amateurhaften bis semiproffessionellen Filmemachart polarisiert er Fans des Genres wie kaum ein anderer deutscher Splatterregisseur (Andreas Schnaas dreht ja nun echt nur Schrott). Ich war nie ein Anhänger seiner Filme, da die Dramaturgie teilweise sogar noch die diverser Nachmittagsfernsehprogramme unterbot (wo kriegt der Bengel nur diese grottigen Schauspieler her) und seine FX im Gegensatz zu den Behauptungen Vieler einfach schlecht gemacht wurden. Aber zum Familienradgeber. Das positive zuerst: dieser Film sprengt die Grenzen des guten Geschmacks weiter als manch anderer Film, Kinder werden gekillt (wieder die schlechten FX), Scheiße wird zum Dinner serviert usw. Das mag in den ersten Szenen noch lustig sein, wird aber bald langweilig. Denn wie auch für alle anderern Ittenbach'schen Machwerken gilt: zwischen den Splatterszenen herrscht gähnende Leere. Am allerschlimmsten sind die Gespräche mit dem Familienpsychologen, welcher so unverständlich nuschelt, das man kein Wort versteht, was von Olaf und Frauchen (ein echter Augenschmaus) nur mit einem verständnislosen "Hää?" quittiert wird. Der wahrscheinlich schlechteste Running Gag ever. Und das sind nur ein paar, der negativen Aspekte. Denn weiterhin wäre aufzuführen, das der Humor teilweise so debil ist, das es einfach nur nervt. Wer eine halbwegs intelligente Satire drehen will, der muss auch ein paar gute Gags einbauen, ansonsten sitzt der Zuschauer einfach nur vor dem Fernseher und wartet, bis bunte Clowns durch den Bildschirm tanzen. Nein, so kann es nicht aussehen dann hätte Olli die blutigen Details rauslassen sollen und der Film wär ab sechs Jahren freigegeben worden, denn genau das scheint die Zielgruppe dieses Machwerkes zu sein.
Insgesamt etwas für extrem anspruchslose Freunde des schlechten Geschmacks, wer nicht unterbelichtet genug ist, um dieses alberne Debakel lustig zu finden, ist es spätestens danach.